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Henri le Cuisinier strahlender Sieger

Henri le Cuisinier strahlender Sieger

Gersheim. Die 24. Auflage der Trofeo Karlsberg war fest in der Hand der französischen Rad-Junioren. Sie stellten mit Europameister Pierre Henri le Cuisinier nicht nur den Einzelsieger, sondern gewannen auch die Nationenwertung

Gersheim. Die 24. Auflage der Trofeo Karlsberg war fest in der Hand der französischen Rad-Junioren. Sie stellten mit Europameister Pierre Henri le Cuisinier nicht nur den Einzelsieger, sondern gewannen auch die Nationenwertung.Den Grundstock für seinen Einzelsieg hatte Le Cuisinier am Samstag beim Einzelzeitfahren von Jägersburg zum Christian-Weber-Platz in Homburg gelegt und das Gelbe Trikot am Nachmittag bei der Etappe rund um Homburg souverän verteidigt. Eng wurde es für den 18-jährigen Europameister dann aber bei der "Königsetappe" am Sonntag über 134,6 Kilometer, die von Niedergailbach vier Mal durch das Mandelbachtal zurück nach Gersheim führte. Jeweils mit dem Reinheimer Berg und dem "Knüppel" von Erfweiler-Ehlingen hoch zum Katharinenhof als größte Herausforderung. Schon bald nach dem Start hatte sich eine neunköpfige Spitzengruppe abgesetzt und konnte zeitweise einen Vorsprung von zwei Minuten herausfahren. "Da hatte ich das Gelbe Trikot schon abgeschrieben", erzählte Le Cuisinier hinterher.

Lange fuhr sein Mannschaftskollege Guillaume Martin im virtuellen Gelben Trikot. Doch 15 Kilometer vor dem Ziel hatte das Feld die Ausreißer wieder geschluckt. So kam es in Gersheim zum Massensprint, den der Österreicher Daniel Biedermann vor dem Dänen Rasmus Lund und dem Niederländer Ivac Slik für sich entscheiden konnte. Biedermann war hinterher zwar "fix und fertig", aber glücklich, "dass ich als Sprinter überhaupt über diese Wahnsinnshügel gekommen bin".

Tolle Arbeit haben bei der 24. Trofeo auch die jungen Dänen geleistet. Sie wurden in der Mannschaftswertung Zweite und stellten mit Rasmus Lund (15 Sekunden Rückstand) auch den Zweiten in der Einzel-Gesamtwertung. Groß war die Enttäuschung dagegen bei den Deutschen. Nur bei der ersten Etappe am Donnerstag und beim Zeitfahren am Samstag, bei dem Jan Brockhoff Zweiter geworden war, konnten sie die Erwartungen rechtfertigen. Trainer Wolfgang Ruser wollte auch schon vor der "Königsetappe" nichts schönreden: "Unser Ziel, drei Fahrer unter die ersten 20 zu bringen, werden wir wohl kaum erreichen können, es war schon enttäuschend, was wir bisher gezeigt haben." Ruser sollte mit seiner Skepsis Recht behalten. Denn auch beim großen Finale spielten seine Jungs keine Rolle. Mike Aaron Egger wurde am Ende 15., in der Mannschaftswertung belegte das deutsche Sextett Platz sechs. kk