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Heimspiel für Nationalspieler Schmidt

Heimspiel für Nationalspieler Schmidt

Bosen. Sommer, Sonne, Strand und Party, das gehört zum Strand-Fußball ("Beachsoccer") dazu wie der Motor zu einem Auto. Die Sportart wird in Deutschland immer beliebter. An diesem Wochenende treffen sich die 24 besten Herren- und die zwölf besten Frauen-Mannschaften zur deutschen Meisterschaft im Strandbad am Bostalsee

Bosen. Sommer, Sonne, Strand und Party, das gehört zum Strand-Fußball ("Beachsoccer") dazu wie der Motor zu einem Auto. Die Sportart wird in Deutschland immer beliebter. An diesem Wochenende treffen sich die 24 besten Herren- und die zwölf besten Frauen-Mannschaften zur deutschen Meisterschaft im Strandbad am Bostalsee. Qualifizieren mussten sie sich bei einer Turnier-Serie in ganz Deutschland. Der Modus war ähnlich dem, mit dem der Saarländische Fußball-Verband die Teilnehmer für das Hallenmasters ermittelt.Die Qualifikation geschafft haben die Kicker von der SG Lari Fari mit dem deutschen Nationalspieler Daniel Schmidt aus Wadern. "Ich bin schon ganz heiß, wenn auch wohl das Wetter leider nicht so mitspielen wird", sagt der 22-Jährige, der normalerweise in der Bezirksliga für den SV Weiskirchen auf Torejagd geht. Mit der SG Lari Fari wurde er 2009 in Köln schon einmal deutscher Vize-Meister. Dort wurde Bundestrainer René Weiher auf den Offensivspieler, dessen Markenzeichen Fallrückzieher sind, aufmerksam.

Schmidt wurde zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft eingeladen und spielte bei einem Turnier in England (2:4 gegen Griechenland, 2:3 gegen Mexiko, 3:5 gegen England) oder kürzlich in Rom für Deutschland. "Das waren schöne Erlebnisse. In Rom waren es 36 Grad und wir spielten vor 3000 Zuschauern", berichtet Schmidt. Allerdings endete das Turnier für ihn mit einer Enttäuschung. Nicht nur, dass Deutschland beide Spiele verlor - 2:7 gegen Italien und 4:5 gegen Österreich. Er zog sich auch noch eine Halswirbelverletzung und verpasste so das Turnier der Europa-Liga in Berlin.

Keine europäische Spitze

Die besten acht europäischen Mannschaften spielen in der Europa-Liga in der A-Gruppe, die etwas schlechteren in der B-Gruppe. Im Strand-Fußball ist Deutschland nicht europäische Spitze. "In Berlin haben wir den Sprung in die A-Gruppe verpasst", berichtet Schmidt. "Das liegt auch daran, dass andere Länder im ,Beachsoccer' mehr Mittel zur Verfügung haben", sagt Schmidt. Der 22-Jährige muss beispielsweise Reisen zum Training der Nationalmannschaft nach Düsseldorf oder Berlin aus eigener Tasche bezahlen.

Keine Reisekosten kommen auf ihn beim Heimspiel an diesem Wochenende am Bostalsee zu. Gespielt wird samstags und sonntags ab 10 Uhr. Das Finale der Frauen findet samstags gegen 19.20 Uhr statt, das Finale der Herren wird sonntags gegen 17.30 Uhr angepfiffen.

Auf welchem Platz landet er mit dem Vize-Meister von 2009, der SG Lari Fari? Schmidt stapelt tief. "Wir wollen die Vorrunde überstehen, dann sehen wir weiter." Neben Lari-Fari sind noch eine Reihe anderer Mannschaften aus dem Saarland mit dabei. Bei den Herren kämpfen noch Extase Hartfuß, "Die mit dem Roten Halsband", der BSC Standgas, Dioses d'Arena und Concordia Bohnental um den Titel. Bei den Frauen sind "Bolzelona", der FC Attraktiv, die 07er Ladys und der FC Schwengaa am Start.