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Heidler holt das dritte Gold

Heidler holt das dritte Gold

Barcelona. Gold für Hammerwerferin Betty Heidler, Silber und Bronze für das Stab-Duo Silke Spiegelburg und Lisa Ryzih: Die deutsche Mannschaft hat bei der Leichtathletik-EM den nächsten glanzvollen Abend erlebt. Mit der persönlichen Saisonbestleistung von 76,38 Metern gewann Heidler am Freitag nach dem WM-Triumph von 2007 ihren zweiten großen internationalen Titel

Barcelona. Gold für Hammerwerferin Betty Heidler, Silber und Bronze für das Stab-Duo Silke Spiegelburg und Lisa Ryzih: Die deutsche Mannschaft hat bei der Leichtathletik-EM den nächsten glanzvollen Abend erlebt. Mit der persönlichen Saisonbestleistung von 76,38 Metern gewann Heidler am Freitag nach dem WM-Triumph von 2007 ihren zweiten großen internationalen Titel. "Das ist unglaublich! Ich bin total happy, total zufrieden", jubelte die 26 Jahre alte Frankfurterin. Silber und Bronze gingen an die entthronte Titelverteidigerin Tatjana Lysenko (Russland/75,65) und Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk aus Polen (73,56).

"Ich bin total happy und total zufrieden. Ich hatte den ganzen Tag den Wettkampf im Kopf und freue mich, dass ich gewonnen habe", sagte die 26 Jahre alte Frankfurterin. Heidler startete mit einem Wurf über 69,68 Meter zunächst mäßig in den hochklassigen Wettkampf. Doch danach legte sie mit 75,92 im zweiten und 76,38 Metern im dritten ihre besten Versuche dieses Jahres hin.

Zuvor hatten Spiegelburg und Ryzih die deutschen Medaillen vier und fünf in Barcelona jubelnd gefeiert. Stärker als das Duo war nur die Russin Swetlana Feofanowa, die eine europäische Jahresbestleistung aufstellte (4,75). Spiegelburg und Ryzih übersprangen nur 4,65 Meter, knüpften aber an die deutschen Erfolge vom Vorabend (drei Medaillen) an.

"Ich bin topfit, deswegen ärgere ich mich, dass ich nicht das abgerufen habe, was ich drauf habe", beklagte Spiegelburg. Sie war niedergeschlagen, aber "schon froh, dass ich eine Medaille gewonnen habe, aber es wäre mehr möglich gewesen." Für Ryzih waren 4,75 Meter einfach noch eine Nummer zu groß: "Ich konnte nicht mehr, war völlig fertig, konnte keinen Schritt mehr machen."

Eine Riesen-Enttäuschung erlebte dagegen Carolin Hingst: Mit 4,72 Meter als Europas Beste angereist, reichte es für die Mainzerin im Feld der zwölf Springerinnen mit 4,35 nur zum elften Platz. dpa

Der Berliner Carsten Schlangen hat überraschend EM-Silber über 1500 Meter gewonnen. In 3:43,52 Minuten lief der deutsche Meister am Freitagabend auf Platz zwei hinter dem Spanier Arturo Casado."Überraschend ist es schon. Ich wusste, dass es ein recht offenes Ende sein könnte", sagte Schlangen noch außer Atem. "Ich habe viel an meiner Spritzigkeit trainiert. Am Ende hatte ich noch Reserven", meinte er nach seinem Erfolg.