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Hefter bleibt Trainer beim Volleyball-Drittligist TV Bliesen

Volleyball : Trainerfrage beim TV Bliesen ist geklärt

Die Volleyballer des TV Bliesen sind trotz einer Heimniederlage im letzten Saisonspiel gegen Rottenburg II in der 3. Liga noch vom fünften auf den vierten Platz vorgerückt. Einen Tag später verlängerte Trainer Michael Hefter seinen Vertrag.

Die Würfel sind gefallen: Michael Hefter bleibt auch in der kommenden Saison Trainer der Drittliga-Volleyballer des TV Bliesen. Einen Tag nach dem letzten Saisonspiel seiner Mannschaft (2:3 gegen den TV Rottenburg II) verlängerte der Übungsleiter seinen Vertrag: „Der Verein hat mich in der abgelaufenen Saison in jeder Art und Weise unterstützt – und die Atmosphäre in St. Wendel bei den Heimspielen zeigt, dass der Volleyballsport im Saarland Potenzial hat“, nennt Hefter zwei der ausschlaggebenden Gründe. „Zudem hat mir der Club signalisiert, dass er bereit ist, das bestehende Gerüst der Mannschaft für die nächste Saison zu verstärken.“

Dass auch kommende Saison eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Feld steht, war die Hauptbedingung von Hefter für eine Vertragsverlängerung. Nachdem die drei ausländischen Leistungsträger Liam Jenkinson, Ryan Kenny und Jordan Foot den Verein verlassen (wir berichteten), ist also starker Ersatz notwendig. Doch Hefters Voraussetzung scheint nun erfüllt – auch wenn der Club noch keine Namen von Neuzugängen bekannt gegeben hat.

Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Gerd Rauch, der den TV Bliesen als Trainer in die 3. Liga geführt hatte, zeigte sich erfreut, dass Hefter bleibt. „Das hatten wir uns erhofft – und das bringt uns weiter“, erklärte er. Weniger erfreut waren Rauch, Hefter und die 500 Besucher im St. Wendeler Sportzentrum am Samstag über die Leistung ihrer Mannschaft in den beiden ersten Sätzen im Saison-Abschlussspiel gegen Rottenburg II. „Da hatten wir Probleme in der Annahme. Wenn die Bälle nicht nach vorne kommen, hakt logischerweise auch das Angriffsspiel“, analysierte Hefter. Trotz einer 8:4- und 21:20-Führung musste Bliesen den ersten Durchgang mit 21:25 an die abstiegsbedrohten Gäste abgeben. Noch ein klein wenig deutlicher schnappte sich Rottenburg II dann den zweiten Satz (20:25).

„Ich habe in der anschließenden Pause an das Team appelliert, dass es eine Katastrophe wäre, wenn wir uns mit einer glatten 0:3-Niederlage vom eigenen Publikum verabschieden würde“, berichtete Hefter. Diese Worte – und einige taktische Umstellungen – trugen Früchte: Bliesen gewann den dritten Satz mit 25:19 und den vierten Durchgang mit 25:14. Im Tie-Brek schlichen sich dann aber wieder Fehler ein – dieser ging mit 15:10 an die Gäste, die sich dadurch den Ligaverbleib sicherten.

Kleines Trostpflaster für Bliesen: Der eine Punkt, den das unterlegene Team im Volleyball für eine Niederlage im Tie-Break erhält, reichte der Mannschaft, um in der Tabelle noch vom fünften auf den vierten Platz zu klettern. Das bislang punktgleiche Team des USC Konstanz verlor nämlich zeitgleich bei Meister TuS Kriftel klar mit 0:3. „In Anbetracht der Verletzungsprobleme, die wir hatten, ist Platz vier ein gutes Ergebnis. Allerdings ist es ein wenig schade, dass wir am Ende eine noch bessere Platzierung verspielt haben“, so das Saisonfazit von Hefter.

Bliesen hat in der Endtabelle nur vier Punkte Rückstand auf Vizemeister TSG Blankenloch. Hätten die Nordsaarländer nicht in den letzten fünf Begegnungen vor eigenem Publikum Zähler verschenkt, wäre das Erreichen des zweiten Platzes durchaus möglich gewesen.

 Michael Hefter ist auch nächste Saison Chef auf der Bliesener Bank.  Foto: B&K
Michael Hefter ist auch nächste Saison Chef auf der Bliesener Bank. Foto: B&K Foto: B&K/Bonenberger/

Im Heimspiel gegen Rottenburg II standen auf Bliesener Seite übrigens mit Niklas Hinsberger, Fynn Krämer und Maikel Egowzew auch drei Spieler aus der erfolgreichen U-18-Mannschaft des Clubs (amtierender Saarlandmeister) im Kader. „Als Dankeschön für ihr Engagement und als Ansporn für die Zukunft durften sie ein wenig Drittliga-Luft schnuppern“, erklärte Hefter. Zum Einsatz kamen die Talente zwar noch nicht, mittelfristig will der Verein aber auf sie setzen.