Haug kritisiert die Konkurrenz

Haug kritisiert die Konkurrenz

Oschersleben. Vor dem Saison-Endspurt im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) fordert Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug mehr Fairness. Der in der Meisterschaft führende Silberpfeil-Pilot Gary Paffett sei in den vorigen drei Rennen "zwei Mal rumgedreht" worden

Oschersleben. Vor dem Saison-Endspurt im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) fordert Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug mehr Fairness. Der in der Meisterschaft führende Silberpfeil-Pilot Gary Paffett sei in den vorigen drei Rennen "zwei Mal rumgedreht" worden. "Das gefällt mir nicht", schimpfte Haug vor dem achten von zehn Saisonrennen an diesem Sonntag in Oschersleben. Er rechnete hoch, dass die Kollisionen Paffett schon "um die 30 Punkte gekostet" hätten.Zuletzt war Paffett, der die Gesamtwertung mit 109 Punkten vor Mercedes-Kollege Jamie Green (93 Punkte) anführt, in Zandvoort mit Martin Tomczyk (BMW) kollidiert und Siebter geworden. DTM-Vorjahressieger Tomczyk, der mit 69 Punkten nur noch theoretische Chancen auf die Titelverteidigung hat, wird daher in Oschersleben um fünf Startplätze zurückversetzt.

Nach den Siegen von BMW-Pilot Bruno Spengler (91) auf dem Nürburgring und Audi-Fahrer Edoardo Mortara (74) in Zandvoort ist Paffett vor dem drittletzten Saisonrennen unter Druck geraten. Spengler machte verbal zusätzlich Druck, in dem er betonte, dass er in Oschersleben bereits drei Mal auf dem Podium stand. "Ich mag den Kurs", erklärte der Gesamtdritte. Auch bei Audi herrscht nach dem Sieg in Zandvoort Optimismus. Mortara hofft auf "ein weiteres Top-Resultat". Haug glaubt derweil nicht an eine Vorentscheidung, auch wenn die bei einem Sieg von Paffett und schwachen Ergebnissen der Rivalen möglich wäre. dpa

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