Fußball-Verbandsliga: Hasborn: Die Titelfeier ist erst einmal vertagt

Fußball-Verbandsliga : Hasborn: Die Titelfeier ist erst einmal vertagt

Fußball-Verbandsligist verliert das Spitzenspiel in Lebach mit 0:3. Recktenwald hält Marpingen im Rennen um den Relegationsplatz.

Die Meisterschaftsfrage in der Fußball-Verbandsliga ist vertagt. Spitzenreiter SV Hasborn unterlag am Samstag vor 375 Zuschauern beim Tabellen-Dritten SG Lebach-Landsweiler klar mit 0:3 (0:1). Drei Spieltage vor Saisonschluss führen die Hasborner die Tabelle aber noch mit sechs Punkten Vorsprung vor der SG Marpingen-Urexweiler an. Das ist immer noch ein ziemlich passabler Vorsprung.

„Von der Rechnerei will ich nichts mehr hören. Alle müssen sich darauf konzentrieren, das nächste Spiel erfolgreich zu gestalten“, meinte Trainer Pascal Bach. In Lebach habe seine Mannschaft trotz der Nulldiät im Angriff keine schlechte Partie abgeliefert. „Lebach war einfach in der Chancenauswertung besser als wir. Deshalb müssen wir die Niederlage beim fußballerisch besten Team der Liga akzeptieren“, sagte der Hasborner Trainer.

Dabei war seine Mannschaft gut ins Spitzenspiel gestartet – vergab aber seine Möglichkeiten. Beispiele? Etwa diese: In der vierten Minute schoss Steffen Lenhardt nach Zuspiel von David Quinten knapp daneben. Wenig später strich ein Distanzschuss von Johannes Gemmel haarscharf am Winkel vorbei. Anders die Mannschaft des scheidenden Trainers Faruk Kremic: Christian Brill flankte von rechts, am Strafraum schnappte sich Dominic Altmeier den Ball und traf aus zehn Metern zum 1:0 (39. Minute). Beim 2:0 (67.) wehrte Hasborns Torhüter Pascal Blass zunächst einen Schuss von Mario Valtchev ab, gegen dessen Nachschuss war er aber machtlos.

Bach reagierte auf den doppelten Rückstand und stellte hinten auf eine Dreierkette um. Doch Lebach schlug erneut zu Jens Meyer, Bachs ehemaliger Schützling in der U 13 des 1. FC Saarbrücken, spielte steil, Nils Ziegler setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch – und schoss den Ball aus 15 Metern zum 3:0-Endstand ins Eck (81).

Am nächsten Samstag, 16 Uhr, trifft Hasborn im Heimspiel auf den abstiegsgefährdeten Nachbarn VfB Theley, der im Heimspiel mit 0:4 gegen den SV Merchweiler unterging. „Merchweiler war uns in allen Belangen überlegen“, berichtete Spielertrainer Andreas Oberhauser. Mit 32 Punkten belegt der VfB den zwölften Platz.

Sören Recktenwald hat derweil den Tabellen-Zweiten Marpingen-Urexweiler weiter auf Relegationskurs gehalten. Der 30-jährige Mittelfeldspieler sorgte mit drei Toren beim 3:2-Heimsieg in Urexweiler über Palatia Limbach für Riesenjubel. „Sören hat ein überragendes Spiel gemacht. Nach zweimaligen Rückstand hat er die Mannschaft angetrieben“, war Braue von Recktenwald Auftritt fasziniert. Und der endete für die total auf Sieg spielenden Marpinger mit einem Happy End. Lukas Spengler spielte in der letzten Minute den Ball quer – und Recktenwald schlenzte die Kugel zum 3:2-Siegtreffer in den Kasten. Zuvor hatte er in der 50. und 75. Minute jeweils die Gästeführung egalisiert. Dank des Last-Minute-Sieges verteidigte Die zweitplatzierte SG Marpingen (55 Punkte) ihren Vorsprung von einem Zähler auf den Dritten Lebach-Landsweiler. Am kommenden Sonntag, 14.30 Uhr, muss Marpingen auswärts beim Tabellen-Vierten SG Ballweiler antreten. Lebach spielt beim Tabellen-Sechsten Palatia Limbach.

Für Neuling und Absteiger SG Bostalsee neigt sich das Abenteuer Verbandsliga langsam dem Ende zu. Durch den Treffer von Idris Lataev konnte das Schlusslicht im Heimspiel beim 1:1-Remis gegen Jägersburg II zumindest einen Teilerfolg verbuchen.

Der FC Freisen gewann gegen den SV Bildstock klar mit 5:1. Dabei waren die Gäste nach einer frühen roten Karte gegen Ulli Ackermann aber auch 70 Minuten in Unterzahl. Freisens Kapitän Janis Weingarth brach mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 45. Minuten den Bann für die Gastgeber. Ralph Smith (63. und 77.) sowie Sebastian Schad (67. und 90.) schraubten das Ergebnis dann in der zweiten Halbzeit in die Höhe. Am Sonntag geht es für den Tabellensiebten nun zum SV Merchweiler (Elfter).