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Hartz vier macht Köllerbach Spaß

Köllerbach. Diese Gelbe Karte hat sich Jens Hartz gerne abgeholt. Gegen den SV Hasborn traf der 26-Jährige zum 1:0 und jubelte ohne Trikot. Die Verwarnung war dem Stürmer aber egal, er traf dann auch noch ein zweites Mal. Wie also schon in der Woche davor gegen seinen Ex-Verein, als er auch bei der zweiten Mannschaft der SV Elversberg zum wichtigen Führungstor einnetzte Von SZ-Mitarbeiter Tobias Jungfleisch

Köllerbach. Diese Gelbe Karte hat sich Jens Hartz gerne abgeholt. Gegen den SV Hasborn traf der 26-Jährige zum 1:0 und jubelte ohne Trikot. Die Verwarnung war dem Stürmer aber egal, er traf dann auch noch ein zweites Mal. Wie also schon in der Woche davor gegen seinen Ex-Verein, als er auch bei der zweiten Mannschaft der SV Elversberg zum wichtigen Führungstor einnetzte. "Das Gefühl, nun richtig mitgeholfen zu haben, die Klasse zu halten, ist überragend", lässt Hartz in sein Seelenleben blicken. Denn so richtig rund lief es für den Torjäger zunächst nicht.



"Ich kam mit großen Erwartungen nach Köllerbach und habe mich auch riesig auf die Herausforderung gefreut", erzählt Hartz. Doch "mangelnde Qualität und vor allem fehlender Teamgeist haben meine Erwartungen auch zunichte gemacht", beschreibt er. Nach ein paar Spielen ohne Erfolgserlebnis fand sich "der Lange" wie er meist liebevoll genannt wird, auf der der Reservebank wieder. "Ich kann nur treffen, wenn ich die entsprechenden Flanken bekomme. Das ist eben mein Spiel." Beim Heimspiel gegen den TuS Mayen zog sich Hartz dann auch noch eine Außenbandverletzung zu. "In der Winterpause dachte ich bereits an einen Abschied", gesteht Hartz. Doch er entschloss sich zum Bleiben.

"Die Neuen haben nach der Pause voll eingeschlagen. Zudem hat Biggi aus einem Hühnerhaufen eine richtig gute Mannschaft gemacht", lobt "der Lange" auch seinen Trainer. Mit den ersten Erfolgen stieg dann auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft. Doch Hartz saß zunächst noch auf der Bank. Dann aber schlug seine große Stunde. In den letzten vier Spielen traf Hartz vier Mal. Damit war der Klassenverbleib gesichert. "Das soll noch nicht das Ende sein. Mit zwei Siegen wollen wir noch ein paar Prämien einfahren", schmunzelt Hartz, der für die kommende Saison noch einen Vertrag an der Burg besitzt: "Mehr kann ich dazu auch derzeit nicht sagen."

Mit Davit Bakhtadze und Xavier Novic hat er zwei starke Angreifer derzeit vor sich. Gegen Hasborn probierte es Trainer Bigvava dann mit drei Stürmern. Mit Erfolg, wie sich nun rausstellte. Die Frage, ob dies auch eine Variante für das Auswärtsspiel in Niederauerbach ist, ließ Bigvava beim Abschlusstraining noch unbeantwortet. "Wir können zumindest ganz befreit in die letzten beiden Spiele gehen, aber hier will keiner mehr verlieren in dieser Saison", bestätigt der Köllerbacher Trainer.

Hinter dem Einsatz einiger Spieler steht allerdings noch ein Fragezeichen. Serge Dim Etong, Daniel Magno, Janosch Scherer, Mohamed Benghebrid und Miroslaw Czermurzynski konnten unter der Woche nur eingeschränkt trainieren. Armend Haliti steht dagegen nicht mehr zur Verfügung, er wurde von Bigvava aus disziplinarischen Gründen suspendiert. "Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, die Sache ist durch", sagt Bigvava.