Hannover verpflichtet Rudnevs und kämpft um Diouf

Hannover verpflichtet Rudnevs und kämpft um Diouf

Bei Hannover 96 dreht sich das Stürmer-Karussell: Artjoms Rudnevs kommt vom Hamburger SV, ein Chilene steht auf dem Zettel – dafür rückt der Abschied von Mame Diouf näher. Er wird mit Cardiff in Verbindung gebracht.

Artjoms Rudnevs ist schon da, Nicolás Castillo soll bald kommen und Mame Diouf steht vor seinem Abschied: Bei Hannover 96 ist das Stürmer-Karussell mächtig in Schwung gekommen. Wie erwartet hat der Fußball-Bundesligist den lettischen Nationalspieler Rudnevs bis zum Sommer vom Hamburger SV ausgeliehen.

"Wir erhöhen damit unsere Optionen in der Offensive und bekommen einen Spieler, der seine Torgefährlichkeit schon unter Beweis gestellt hat", sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner. Der Angreifer stand am Freitag bereits mit seiner neuen Mannschaft auf dem Trainingsplatz. Sollte sich der 25-Jährige in Hannover durchsetzen, können die Niedersachsen im Sommer eine Kaufoption ziehen.

Durch den Rudnevs-Transfer wird der Abgang von Top-Stürmer Diouf immer wahrscheinlicher. Bisher hat Dufner vergeblich darum gekämpft, dass der Senegalese seinen auslaufenden Vertrag in Hannover verlängert. In der aktuellen Transferperiode hat 96 daher zum letzten Mal die Möglichkeit, eine Ablöse für den abwanderungswilligen Angreifer zu erhalten. Das Interesse von Cardiff City aus der englischen Premier League ist verbrieft. "Diouf könnte sofort gehen, wenn wir zuvor unsere Probleme gelöst haben und wir uns mit dem neuen Verein einigen", hatte Präsident Martin Kind schon unter der Woche gesagt. Doch der neue Trainer Tayfun Korkut will den besten 96-Angreifer der vergangenen Jahre natürlich nicht kampflos ziehen lassen. "Es steht außer Frage, dass er ein absoluter Top-Stürmer ist und ein wichtiger Spieler für Hannover", sagte der Nachfolger von Mirko Slomka, "wir sollten schauen, dass wir die Qualität schützen, die wir haben." Doch vielleicht sind diese Aussagen auch der übliche Poker im Millionen-Geschacher. 96 will natürlich nicht den Preis für Diouf unnötig nach unten drücken. Schließlich wird der Marktwert des Angreifers auf elf Millionen Euro geschätzt.

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