Handballerinnen wollen nicht auf WM-Wildcard angewiesen sein

Handballerinnen wollen nicht auf WM-Wildcard angewiesen sein

Durchhalteparolen, Glaubensbekenntnisse, Mutmacher: Mit geradezu entwaffnender Zuversicht gehen die deutschen Handballerinnen gegen Russland in ihr Alles-oder-Nichts-Spiel um die WM. Nach der 20:22-Niederlage am vorigen Sonntag in Dessau-Roßlau müssen Bundestrainer Jakob Vestergaard und seine Frauen an diesem Samstag (16 Uhr/Sport1) in Astrachan das "Wunder von der Wolga" vollbringen.

Nur ein Sieg im Playoff-Rückspiel verhindert das Aus für das WM-Turnier im Dezember in Vestergaards Heimatland Dänemark. "Ich liebe diese Spiele. Ich mag diese Atmosphäre. Ich fühle den Druck. Und das heißt, dass wir eine Chance haben. Wenn ich keinen Druck spüren würde, wäre es langweilig", sagte der Bundestrainer .

Eines wollen Spielerinnen, Trainer und Verbandsobere auf jeden Fall vermeiden: Noch einmal für eine WM-Teilnahme auf eine Wildcard des Weltverbandes IHF angewiesen zu sein - wie die Männer zu Jahresbeginn. Zwei Startplätze für die Endrunde in Dänemark vergibt die IHF ohne sportliche Kriterien. "Damit beschäftigen wir uns momentan nicht", sagte Verbands-Generalsekretär und Interimspräsident Mark Schober: "Wenn wir uns sportlich nicht qualifizieren sollten, haben wir in keinster Weise irgendeinen Anspruch auf die WM-Teilnahme. Deswegen stellt sich diese Frage nicht."

Mehr von Saarbrücker Zeitung