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Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler wollen in der 3. Liga bleiben

Marpinger Handballerinnen : Moskitos wollen sich in Liga drei etablieren

Die Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler haben noch alle Chancen auf den Klassenverbleib. Team bleibt zusammen.

Fünf heiße Spiele warten noch auf die Moskitos, dieser Tatsache ist sich Jürgen Hartz bewusst. Der Trainer der Handballerinnen der HSG Marpingen-Alsweiler, die als Aufsteiger in der 3. Liga West mit 16:18 Punkten den siebten Tabellenplatz belegen, hatte vor dem Heimspiel in der Marpinger Sporthalle an diesem Samstag (20 Uhr) gegen Borussia Dortmund II von einer „Herausforderung für uns“ gesprochen. Das Spiel wurde allerdings vom Deutschen Handball-Bund am Donnerstagabend wie alle Spiele der 3. Liga ausgesetzt. Ein Nachholtermin ist ist noch nicht bekannt.

Dennoch: „Wir brauchen aus den fünf restlichen Spielen noch vier Punkte, um in der Spielklasse zu bleiben“, sagt Ex-Nationalspieler Hartz, dessen Bilanz des Saisonverlaufs durchaus positiv ausfällt. Mit nur zwei Spielerinnen, die Erfahrung aus einer höheren Spielklasse mitbringen, sind die Moskitos in das Abenteuer 3. Liga gestartet. „Als Neuling mit vielen jungen Spielerinnen war die Hinrunde mit 14:12 Punkten gut angelaufen“, stellt Hartz fest. Die Rückserie gestaltete sich aber um einiges schwieriger. Bei zwei, drei verlorenen Spielen habe man der Unerfahrenheit Tribut zollen müssen. „Alles normal, das gehört dazu. Mit der Zeit werden gerade die jüngeren Spielerinnen auch die nötige Sicherheit bekommen“, sagt Hartz aber entspannt.

Im Spiel liegt dementsprechend viel Verantwortung auf Ex-Zweitligaspielerin Joline Müller, mit 170 Treffern die derzeit beste Werferin in der Spielklasse. „Doch darauf haben sich die Gegner mittlerweile eingestellt“, findet Hartz. Nach dem Minusrekord von nur 16 Toren bei der Auswärtsniederlage in Königsborn hat der 53-Jährige das taktische Konzept umgestellt. Die Moskitos setzen nun verstärkt aus der Abwehr heraus auf ein schnelles Umschalten in den Vorwärtsgang. „Über die erste und zweite Welle machen wir ein paar Tore mehr, das lässt uns anschließend den Spielaufbau entspannter angehen“, sagt Hartz.

Fest steht bereits jetzt: Trainer und Team bleiben über diese Saison hinweg zusammen. „Da eine Weiter­entwicklung deutlich zu erkennen ist, können wir die nächsten Jahre optimistisch angehen“, blickt Hartz nach vorne. Die langzeitverletzte Rechtsaußen Seline Kunrath nach überstandenem Kreuzbandriss sowie die U16-DHB-Auswahlspielerin Hanna Schilke aus der eigenen Jugend werden kommende Runde das aktuelle Aufgebot ergänzen. „Damit haben wir eine richtig gute Basis für die 3. Liga“, findet Hartz.

Den Grundstein dazu legt der Verein in der intensiv betriebenen Nachwuchsarbeit, um Spielerinnen den Sprung in den Moskitos-Schwarm zu ermöglichen. „Wir setzen auf unser transparentes Jugendkonzept. Das werden wir weiterhin konsequent verfolgen, nach externen Neuzugängen haben wir uns deshalb nicht umgesehen“, verdeutlicht Moskitos-Teammanager Reimund Klein die Vereinsphilosophie. Das nächste Ziel ist schon klar definiert: Die HSG will mit einem Perspektivteam die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga, die im weiblichen Bereich in Turnierform organisiert ist, schaffen. „Das ist ein Angebot und zugleich eine große Chance, die den Mädels die Möglichkeit bietet, gegen die besten Spielerinnen ihres Jahrgangs zu spielen. Durch die A-Jugend-Bundesliga wäre unser Konzept noch nachhaltiger“, ist Hartz überzeugt.

Auch abseits des Spielfeldes laufen die Planungen für die kommende Spielzeit auf vollen Touren. „Für die laufende Saison haben wir die Finanzierung super gestemmt. Jetzt müssen wir uns für die kommende Saison neu aufstellen, wobei sich der Etat im unteren Level der 3. Liga bewegen wird“, verkündet Klein unter der Prämisse, dass die Moskitos in der Liga drinbleiben. Mit im Schnitt mehr als 300 Zuschauern bei den Heimspielen ist er zufrieden. „Wir haben darauf gehofft, dass die Mannschaft eine neue Begeisterung auslöst. Die 3. Liga gewährt uns auch mehr Möglichkeiten im Hinblick auf Sponsoring als in der Oberliga“, erklärt Klein. Wichtig sei, dass das Team hinter dem Team funktioniere. „Und da haben wir eine positive Richtung eingeschlagen“, meint der Manager.