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Handball: U 19 der HG Saarlouis kämpft um Qualifikation zur Bundesliga

Handball : Auf den Spuren von Weißgerber, Schulz und Co.

Die U 19 der HG Saarlouis bestreitet am 1. Mai in der heimischen Stadtgartenhalle das erste Qualifikations-Turnier zur Jugendbundesliga.

Für Handball-Fans fällt dieses Jahr die traditionelle Mai-Tour ins Grüne aus. Dafür geht es in die Stadtgartenhalle – die an diesem Tag aber womöglich zur grünen Hölle wird. Grün wie die Vereinsfarbe der HG Saarlouis.

Seit mehreren Jahren arbeitet die U 19 der HGS bereits daran, ihren großen Traum umzusetzen und wieder in der Jugendbundesliga zu spielen – und damit in die Fußstapfen von Lars Weißgerber, Michael Schulz und Co. zu treten. Die hatten von 2013 bis 2015 erstklassig gespielt.

Der jetzige Jahrgang möchte es ihnen gleichtun. Viel Schweiß wurde in den Trainingshallen von Saarlouis vergossen, die abgelaufene Saison stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die jetzt anstehende Qualifikationsrunde. Nicht ein bestimmter Tabellenplatz war Trainer Daniel Altmeyer in der abgelaufenen Oberliga-Runde wichtig, vielmehr stand die Weiterentwicklung der Spieler im Vordergrund. „Mir ist es wichtig, dass die Spieler sich sowohl individuell als auch im Kollektiv verbessern. Körperlich wie auch technisch sollen die Jungs an den Aktiven-Bereich herangeführt werden“, so Altmeyer.

Trotz dieses übergeordneten Zieles wollte die Mannschaft in der RPS-Oberliga natürlich auch vorne mitspielen. Dass die HGS am Ende den zweiten Platz hinter der starken Mannschaft der HF Illtal erobern konnte, ist Beweis für den guten Zusammenhalt der Mannschaft. Zu Hause konnten die jungen Wilden der HGS bis auf ein Spiel alle Begegnungen für sich entscheiden.

Um die Spieler auch körperlich stärker zu fordern, wurde ein Großteil der Mannschaft parallel in der zweiten Herren-Mannschaft eingesetzt. Nach kurzer Eingewöhnungszeit in der Saarlandliga wuchsen die A-Jugendlichen hier ebenfalls zu Leistungsträgern heran. „Die doppelte Belastung durch die Spiele im Erwachsenenbereich hat uns alle sehr gefordert; aber auch einen großen Schritt weiter gebracht“, findet Torwart Julien Bro.

Doch das war alles nur das Aufwärmtraining. Denn die große Aufgabe, die Qualifikationsrunde zur viergleisigen Jugendhandball-Bundesliga, steht jetzt an: Nicht leichter macht dieses Vorhaben die kürzlich beschlossene Reduzierung der Teams je Staffel von zwölf auf zehn.

Am 1. Mai steht das erste Qualifikationsturnier in der Saarlouiser Stadtgartenhalle an, wo es gegen die Rivalen aus dem Gebiet der RPS-Oberliga geht. Mit Friesenheim, Budenheim und eventuell Hochdorf stehen der Mannschaft von Daniel Altmeyer dicke Brocken gegenüber. Gespielt wird im Modus „Jeder gegen jeden“, die beiden ersten Teams qualifizieren sich für die nächste Runde, in der die beiden RPS-Vertreter gegen zwei Teams aus Hessen um die direkte Qualifikation zur Jugendbundesliga spielen.

Gegen Friesenheim und Budenheim konnte sich Saarlouis auch schon in der abgelaufenen Runde messen – und es waren immer enge Spiele mit viel Kampf und Leidenschaft. „Wir gehen durchaus mit Respekt an die Aufgaben, sind aber bereit, alles in die Waagschale zu werfen, um unseren Traum zu erfüllen““, kündigt Kapitän Jonas Peifer an. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn zahlreiche Fans den Weg in die Stadtgartenhalle finden würden.“ Und eben aus der Halle eine grüne Hölle machen. Beginn ist um 11 Uhr.