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Handball-Saarlandliga; Nordsaar empfängt Merzig-Hilbringen zum Top-Spiel

Handball : Top-Spiel unter ungünstigen Voraussetzungen

Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar empfängt den HSV Merzig-Hilbringen. Beide Teams kämpfen mit dem gleichen Problem.

Einst spielten Krzysztof Wroblewski und Marco Recktenwald gemeinsam für den TV Altenkessel in der 2. Handball-Bundesliga. An diesem Samstag, 18 Uhr, treffen sie als Trainer bei der Saarlandliga-Partie der HSG Nordsaar und des HSV Merzig-Hilbringen in der Marpinger Sporthalle als Gegner aufeinander.

Im Vorfeld des Top-Spiels mussten sich beide Übungsleiter mit dem gleichen Problem rumschlagen: Es gab so gut wie keine Trainingsmöglichkeit in der Halle.

HSV-Trainer Recktenwald klagt: „Der Spieltermin ist für uns eine Katastrophe, da wir aus verschiedenen Gründen seit dem 18. Dezember keine Halle zum Trainieren zur Verfügung hatten.“ Ein Meisterschaftsspiel ohne Hallentraining zu bestreiten, habe er in seiner Laufbahn als Spieler und Trainer so noch nie erlebt, hadert Recktenwald. Für den HSV ist es doppelt bitter. Denn der Tabellenzweite (22:6 Punkte) hat zwei Zähler weniger als Spitzenreiter TV Homburg auf dem Konto, steht bei Nordsaar also unter Erfolgsdruck, will er nicht weiter an Boden verlieren. „Wir werden trotz der schlechten Vorzeichen versuchen, ein anständiges Spiel abzuliefern“, sagt Recktenwald.

Der Trainer der Merziger, seit Saisonbeginn im Amt, stammt aus Marpingen und hatte seinerzeit in der Jugendabteilung der DJK mit dem Handball begonnen. „Als A-Jugendlicher habe ich in der von Jürgen Leist trainierten Oberligamannschaft manchmal ausgeholfen“, blickt er zurück. 1986 wechselte Recktenwald dann zum Regionalligisten SC „Saargold“ Lisdorf. Über den Bundesligisten TuS Schutterwald, wo der Rückraumspieler den Ex-Bundestrainer Martin Heuberger am Kreis mit Anspielen versorgte, kam er in den 1990er-Jahren zum TV Altenkessel – und traf dort Wroblewski.

„In der Meisterschaft und im Pokal haben wir gegen Merzig-Hilbringen verloren – und dabei jeweils mehr als 30 Gegentore reingekriegt. Um jetzt das Heimspiel zu gewinnen, müssen wir perfekt spielen“, fordert HSG-Trainer Wroblewski.

Der Vorteil der Gastgeber: Gegenüber Merzig-Hilbringen hat Wroblewski immerhin wenigstens eine Übungseinheit mit seinen Spielern absolvieren können. „Da war dann aber auch schon das Abschlusstraining.“ Dennoch ist der Trainer zuversichtlich: „Ich bin mir sicher, die Jungs haben sich in den vergangenen Wochen sportlich verhalten und etwas für ihre Fitness getan.“

Denn Ziel des Tabellenfünften (18:10 Punkte) ist es, Platz drei in der Endabrechnung zu erreichen.  Derzeit fehlt der HSG dazu ein Zähler.  Die HSG TVA/ATSV Saarbrücken und die SGH St. Ingbert teilen sich derzeit den dritten Platz (jeweils 19:9 Punkte). „Gegen Merzig-Hilbringen müssen wir mit Kopf spielen. Wichtig ist, dass wir voll konzentriert sind und alles aufbieten war wir momentan bringen können“, erklärt Wroblewski. Zauberhandball könne er nach der dreiwöchigen Spielpause von seiner Mannschaft ohnehin nicht verlangen. Einengen muss die Abwehrreihe in jedem Fall den Aktionsradius von HSV-Torjäger Niklas Eberhardt im Rückraum. „In Marcos Spielkonzept wird er effektiv eingesetzt und spielt überragend“, findet Wroblewski.