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Handball-Oberliga: HC Dillingen-Diefflen verliert Leistungsträger

Handball-Oberliga : HC Dillingen-Diefflen verliert Leistungsträger

Handball-Oberligist steht vor einem Umbruch. Sven-Malte Hoffmann soll neuer Vorsitzender werden.

Der HC Dillingen-Diefflen hat in der Handball-Oberliga momentan nichts zu lachen: Bei der 21:37-Auswärtsklatsche gegen die HSG Kastellaun/Simmern bezogen die Hüttenstädter am 21. Spieltag wieder ordentlich Prügel – und im Heimspiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen drohen an diesem Sonntag ab 17.30 Uhr in der Sporthalle Diefflen die nächsten blauen Flecken. „Es kommt die härteste Abwehr der Liga auf uns zu. Da muss alles stimmen, damit wir diesen Gegner schlagen können“, sagt HC-Interimstrainer Sven-Malte Hoffmann.

Bitter: Das abgeschlagene Tabellen-Schlusslicht (2:40 Punkte) verliert nicht nur die Spiele haushoch, sondern demnächst auch drei wichtige Leistungsträger. Linkshänder Marko Mrsic, Rechtsaußen Felix Faller und Mitte-Mann Malte Fidelak gehen in der kommenden Saison für den Liga-Rivalen HSG Völklingen auf die Platte. Daniel Altmeyer ist von der Nachricht wenig begeistert, aber der designierte HC-Trainer zeigt Verständnis. „Schade, dass gleich drei Spieler wechseln, aber sie können eine Liga höher spielen. Deshalb kann ich die Entscheidung nachvollziehen“, sagt der Noch-Trainer des Saarlouiser A-Jugend-Bundesligisten.

Einen Ausverkauf der Mannschaft sieht Altmeyer indes nicht. Und Interimstrainer Sven-Malte Hoffmann nimmt dem Nachfolger die Sorgen. „Bis auf die drei Abgänge bleibt die Mannschaft zusammen. Wir haben auch adäquaten Ersatz gefunden. Da die Neuzugänge noch bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen, wollen wir die Namen noch nicht bekannt geben“, sagt Hoffmann, der im Verein eine Führungsrolle übernehmen wird.

Nach 16 Jahren gibt Jürgen Diné das Amt des Vorsitzenden an Hoffmann weiter. Der 38 Jahre alte Verkaufsleiter stellt sich bei der Generalversammlung am 17. Mai zur Wahl und freut sich auf die neuen Aufgaben. Den Umbau der 1. Männer-Mannschaft sieht er als ein vorrangiges Ziel. „Es stoßen junge Spieler dazu. Wir werden in der Saarlandliga eine gute Truppe am Start und mit Daniel Altmeyer einer der besten saarländischen Trainer in unseren Reihen haben“, sagt der Vereins-Boss in spe und blickt optimistisch nach vorn. Der Titelkampf sei aber nicht das Ziel. „Wir wollen nach dem Umbau im oberen Drittel mitspielen und endlich wieder Erfolge feiern. In zwei, drei Spielzeiten greifen wir dann wieder oben an“, verrät Hoffmann seinen Masterplan.