Handball-Drittligist HG Saarlouis zum Abschluss gegen Meister Konstanz

Handball : HG Saarlouis plant meisterlichen Abschluss der Saison

Im letzten Spiel ist der Drittliga-Meister HSG Konstanz in der Stadtgartenhalle zu Gast. Dominik Rifel und Toms Lielais werden verabschiedet.

Das Beste kommt zum Schluss: An diesem Samstag um 19 Uhr bestreiten die Handballer der HG Saarlouis ihr letztes Saisonspiel der 3. Liga Süd. Zu Gast in der Stadtgartenhalle ist der souveräne Meister: Die HSG Konstanz hat der Liga mit einer Ausbeute von 49:9 Punkten und über zehn Zählern Vorsprung den Stempel aufgedrückt. Und auch wenn die Partie an sich bedeutungslos ist, wird das Team vom Bodensee in Saarlouis noch mal alles abrufen. Davon ist HG-Trainer Philipp Kessler überzeugt. „Die werden voller Leidenschaft ins Spiel gehen, weil sie die Aufstiegsspiele gegen Eisenach vor der Brust haben und im Rhythmus bleiben wollen“, sagt Kessler mit Blick auf den letztjährigen Mitabsteiger, der in zwei Duellen mit dem im Vorjahr ebenfalls aus der 2. Liga abgestiegenen ThSV Eisenach um die schnelle Rückkehr kämpft.

Für Saarlouis dagegen stand die erste Spielzeit in Liga drei unter einem anderen Stern: Nach dem Umbruch im Zuge des Abstiegs ging es erst mal darum, ein neues Team aufzubauen. Das darf inzwischen als gelungen bezeichnet werden, sonst wäre eine Erfolgsserie, wie sie die HG zuletzt mit neun Siegen in Folge hingelegt hat, kaum möglich gewesen. In der Rückrunden-Tabelle weist Saarlouis mit 21:7 Zählern nur knapp hinter Konstanz mit 23:5 Punkten die zweitbeste Bilanz auf und könnte mit einem Heimsieg in dieser Statistik sogar gleichziehen. So oder so gilt: „Die Rückrunde war unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels ein voller Erfolg“, betont Kessler: „Obwohl wir eine nur kleine Truppe waren, haben wir uns da sehr gut präsentiert.“

Wenn Kessler über den Gegner im letzten Spiel sagt, Konstanz sei „eine funktionierende Mannschaft“, dann trifft das mittlerweile auch auf das eigene Team zu. Das neue Gerüst steht, darauf lässt sich nun aufbauen, um die Runde 2019/2020 ohne derartige Probleme wie zu Beginn dieser Saison beginnen zu können. „Wir wollen nächste Saison dort anknüpfen, wo wir gerade sind, und mit einem dann eingespielten Team den nächsten Schritt machen“, sagt HG-Chef Richard Jungmann.

Zwei Spieler des aktuellen Kaders werden dann nicht mehr für die HG Saarlouis auflaufen: Neben Abwehrspezialist Dominik Rifel, der wegen seines Studiums in Kaiserslautern nach nur einem Jahr zu Drittliga-Absteiger VTZ Saarpfalz zurückkehrt, wird am Samstag auch Toms Lielais verabschiedet. Der lettische Neuzugang schaffte es nicht, im linken Rückraum unverzichtbar zu werden. Weil das HG-Budget aber überschaubar ist und mit Wladislaw Kurotschkin (VTZ Saarpfalz) und Luxemburgs Nationalspieler Tommy Wirtz (HB Dudelange) auch zwei neue Akteure kommen, mussten anderweitig Abstriche gemacht werden. „Das tut mir persönlich leid für den Jungen. Ich hätte seine Entwicklung gerne weiter begleitet“, sagt Kessler über Lielais: „Aber da sind mir als Trainer irgendwo die Hände gebunden. Wir können nur in einem gewissen Rahmen wirtschaften. Da trifft es halt den ein oder anderen“, erläutert der Trainer. Wohin Lielais wechselt, ist unklar.

Somit bleibt nur ein Spieler, hinter dem noch ein Fragezeichen steht: Linksaußen Pascal Noll hat sich noch nicht entschieden, ob er in Saarlouis bleibt. „Die Gespräche laufen“, sagt Kessler, der bei einem Abschied Nolls dann noch gerne einen Spieler verpflichten würde: „Wir wollen ja eine vernünftige Runde spielen, daher dürfen wir die Mannschaft auch nicht zu sehr dezimieren.“ Gegen Konstanz steht ob der drohenden Ausfälle von Rifel und Ivo Kucharik wohl ebenfalls nur ein dezimiertes Team bereit. Dennoch hält Kessler es für möglich, dass gegen den Meister dann ein meisterlicher Abschluss einer starken zweiten Saisonhälfte gelingen wird.