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Handball-Drittligist HG Saarlouis schafft die Wende in der Fremde

3. Handball-Liga Süd : HG Saarlouis schafft die Wende in der Fremde

Die Drittliga-Handballer der HG Saarlouis haben am Samstag im letzten Spiel des Jahres ihre Auswärtsdurststrecke beendet – und wie: Beim HC Erlangen II blieben sie in den letzten 16 (!) Minuten ohne Gegentor und feierten nach einem 14:19-Rückstand (44.

Minute) noch einen 22:19 (12:13)-Erfolg. „Das war eine sensationelle Leistung. Die Abwehr stand wie eine Wand. Einen solchen 8:0-Lauf habe ich noch nicht erlebt“, sagte HG-Trainer Philipp Kessler mit Blick auf den ersten Saarlouiser Auswärtssieg nach sechs Niederlagen in Folge.

Der Wahnsinn nahm seinen Lauf, als mit Vladislav Kurotschkin und Gilles Thierry ausgerechnet der an diesem Abend überragende Saarlouiser Mittelblock zeitgleich eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte (47.). Doch selbst mit zwei Mann weniger fing die HG kein Gegentor – im Gegenteil. Weil Torwart Patrick Schulz (17 Paraden) herausragend hielt, stand hinten die von Kessler zitierte Wand. Vorne kamen die ohne Niclas Louis (Magen-Darm) angereisten Gäste Tor um Tor heran. Nach dem 19:19 durch Kurotschkin (43.) brachten Max Hartz und Tommy Wirtz der HG die erste Führung seit Langem (55.). Dem Saarlouiser Topwerfer Josip Grbavac (fünf Tore) war der Schlusspunkt der kuriosen Partie vorbehalten, in der die HG für die Wende in der Fremde sorgte. Das nächste Spiel steht am 18. Januar bei der TGS Pforzheim an.