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Handball-Ass Nikola Karabatic sorgt in Kiel weiter für Unruhe

Handball-Ass Nikola Karabatic sorgt in Kiel weiter für Unruhe

Leipzig. Der Burgfrieden in Kiel hielt nur 24 Stunden. Als Meister THW die HBW Balingen-Weilstetten mit 41:33 abgefertigt und die Spitzenposition in der Handball-Bundesliga gefestigt hatte, meldete Weltmeister Nikola Karabatic (Foto: dpa) erneut Ansprüche auf einen Wechsel nach der Saison zu den Rhein-Neckar Löwen und dessen neuem Trainer Zvonimir Serdarusic an

Leipzig. Der Burgfrieden in Kiel hielt nur 24 Stunden. Als Meister THW die HBW Balingen-Weilstetten mit 41:33 abgefertigt und die Spitzenposition in der Handball-Bundesliga gefestigt hatte, meldete Weltmeister Nikola Karabatic (Foto: dpa) erneut Ansprüche auf einen Wechsel nach der Saison zu den Rhein-Neckar Löwen und dessen neuem Trainer Zvonimir Serdarusic an. "Ich hoffe, die Vereine einigen sich", sagte Karabatic dem NDR und erklärte damit die vom THW verkündete Einigung für nichtig. Unterstützung erhielt er von seinem Wunsch-Arbeitgeber: Die "Löwen" erklärten am Sonntag, in dieser Woche ein verbessertes Angebot abgeben zu wollen.

Zuvor hatte der Franzose noch einmal nachgelegt und den Kielern Wortbruch vorgeworfen. "Die Pressemitteilung, die der Verein am Freitag verschickt hat, ist nicht mit mir abgesprochen worden. Sie machen, was sie wollen. Wir haben uns nicht geeinigt", sagte Karabatic. Er pocht auf eine mündliche Vertragsklausel. Danach habe ihm THW-Manager Uwe Schwenker gesagt, dass er, solange er in Kiel sei, unter Serdarusic trainieren werde. "Deswegen habe ich bis 2012 verlängert", betonte der Franzose.

In dem im Handball bislang einzigartigen Wechsel-Hickhack droht nun das bislang so innige Verhältnis zwischen Kiel und seinem Superstar zu zerbrechen. "Ich möchte nicht, dass der Verein und ich uns im Schlechten trennen", sagte Karabatic, "ich werde mich benehmen." Gegen Balingen-Weilstetten zeigte er sich profihaft, erledigte seinen Job mit Anstand und erzielte sechs Tore. Auch die Fans nahmen ihm das Wechseltheater - noch - nicht übel und empfingen ihn mit Beifall. dpa