1. Sport
  2. Saar-Sport

Hammerwerferin Heidler kann sich über die Silbermedaille nicht freuen

Hammerwerferin Heidler kann sich über die Silbermedaille nicht freuen

Daegu. Betty Heidler (Foto: dapd) breitete die schwarz-rot-goldene Fahne aus, ein Lächeln brachte sie vor den Kameras aber nicht zustande. "Ich habe um Gold gekämpft, nicht um Silber", sagte sie später. Die Hammerwurf-Weltrekordlerin ist nicht die Weltmeisterin

Daegu. Betty Heidler (Foto: dapd) breitete die schwarz-rot-goldene Fahne aus, ein Lächeln brachte sie vor den Kameras aber nicht zustande. "Ich habe um Gold gekämpft, nicht um Silber", sagte sie später. Die Hammerwurf-Weltrekordlerin ist nicht die Weltmeisterin. Heidler konnte bei der Leichtathletik-WM in Südkorea gestern keinen goldenen Schlusspunkt setzen und war am meisten enttäuscht über Rang zwei und über 76,06 Meter - eine Weite, die mehr als drei Meter unter ihrem Weltrekord (79,42) liegt: "Das war nicht das, was ich wollte, nicht das, was ich kann. Ich kann mich nicht freuen."Bei der Siegerehrung war Heidler wieder gefasster, küsste die russische Überraschungssiegerin Tatjana Lysenko (77,13 Meter) und biss in ihre Silbermedaille. Ihr Heimtrainer Michael Deyhle konnte sich auf der Tribüne kaum der Schulterklopfer erwehren, doch auch er hatte sich zu seinem 60. Geburtstag am Dienstag Heidlers zweiten WM-Triumph nach Osaka 2007 gewünscht. "Die Trainingsergebnisse waren so gut, dass wir davon ausgegangen sind, dass es ein Selbstläufer wird", räumte er ein: "Da ist etwas passiert, was ich nicht richtig erklären kann." dpa