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Hallenfußball
68 Punkte locken nach Wadern

Wadern. Von David Benedyczuk

Das Haco-Turnier von Fußball-Verbandsligist FC Noswendel-Wadern zählt traditionell zu den bestdotierten der Qualifikation zum Volksbanken-Hallenmasters des SFV. Darüber hinaus ist der Budenzauber in der Waderner Herbert-Klein-Halle sogar „das älteste aller Masters-Turniere“, wie Franz-Josef Görgen, der Vorsitzende Spielbetrieb des gastgebenden FC, stolz betont.


Am Dienstag fällt um 15 Uhr mit der ersten von fünf Vorrundengruppen der Startschuss zur 33. Auflage des Turniers, das traditionell am zweiten Weihnachtsfeiertag anrollt. Initiator des Ganzen war vor vielen Jahren Erich Kasper. „Er hat das Turnier ins Leben gerufen. Die Idee kam auf, als er Weihnachten mit Kollegen an der Theke saß und darüber philosophierte, wie man den eher mäßig unterhaltsamen Tag aufpäppeln könne“, erzählt Görgen. Danach entwickelte sich das Turnier stetig weiter. Schon seit 1994, also rund ein Jahr nach dem ersten Masters-Endturnier, wird in Wadern auf Kunstrasen gespielt. Ab 2009 kam erstmals eine Rundum-Bande zum Einsatz. Das hat im Reigen der 52 Qualiturniere für das Finale am 28. Januar in der Saarlandhalle sonst nur Oberligist SV Saar 05 Jugend anzubieten – mit 80 Zählern das Turnier mit der höchsten Wertigkeit.

In Wadern stehen immerhin 68 Punkte auf dem Spiel. Dann würden auch die Gastgeber gerne punkten. Ob das gelingen kann, da ist sich Noswendel Waderns Neu-Spielertrainer Thorsten Schütte angesichts der Ausfälle so starker Hallenspieler wie Sven Schwindling, Jan Grünewald oder Philipp Weber (alle verletzt) nicht so sicher. „Wir wollen ganz klar den ersten Tag überleben. Das Turnier ist aber sehr gut besetzt, da ist es eher unrealistisch, dass wir nach den Sternen greifen“, sagt der 34-Jährige, der mit dem FC nach seinem Wechsel von der FSG Schmelz-Limbach erst einen Fehlstart ins Neuland Verbandsliga hinlegte, nun aber auf einem starken sechsten Platz überwintert.

Auch wenn die Generalprobe mit Rang drei bei SV Hasborn nicht schlecht lief, sieht Schütte andere im Vorteil: „Es wird schwer, mit der Konkurrenz aus Ober- und Saarlandliga mitzuhalten. Ich denke, andere Teams sind personell einfach besser besetzt“, sagt er mit Blick auf die Gegner im Kampf um Punkte und das Preisgeld von 4200 Euro. Der Sieger erhält mit 2000 Euro fast die Hälfte. Im Vorjahr schnappte sich der SV Morlautern den Sieg. Der Oberligist aus dem Kaiserslauterner Stadtteil siegte im Finale mit 3:2 gegen Saarlandligist Spvgg. Quierschied. Der Titelverteidiger mischt auch diesmal mit und zählt als klassenhöchster Club neben Oberliga-Rivale FK Pirmasens zu den Favoriten. Ein Erfolg in der Halle steht auch für Landesligist SV Losheim schon zu Buche, der mit 38,25 Zählern nach 14 Turnieren Vierter der Masters-Wertung und damit bestplatzierter Starter in Wadern ist. „Wir gehen in jedes Turnier mit dem Ziel, zumindest das Halbfinale zu erreichen“, gibt sich SVL-Spielertrainer Nicola Lalla selbstbewusst.