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Hallenprobleme sind gelöst

Den Halbfinal-Hinkampf gegen Mömbris bestritt der KSV Köllerbach in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen. Das große Finale wird in der Saarlandhalle ausgetragen. Foto: Schlichter
Den Halbfinal-Hinkampf gegen Mömbris bestritt der KSV Köllerbach in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen. Das große Finale wird in der Saarlandhalle ausgetragen. Foto: Schlichter
Köllerbach. Seit vergangenen Samstag stehen die Ringer des ASV Mainz 88 und des KSV Köllerbach als Finalisten um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2012/2013 fest. Doch die Suche nach einem passenden Veranstaltungsort für die Duelle stellte beide Vereine zunächst vor Probleme Von SZ-Mitarbeiter Michael Aubert

Köllerbach. Seit vergangenen Samstag stehen die Ringer des ASV Mainz 88 und des KSV Köllerbach als Finalisten um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2012/2013 fest. Doch die Suche nach einem passenden Veranstaltungsort für die Duelle stellte beide Vereine zunächst vor Probleme.



Während die Köllerbacher mit der Saarlandhalle in Saarbrücken relativ früh einen passenden Austragungsort gefunden hatten, wussten die Mainzer auch am Montagmittag noch nicht, wo der Hinkampf stattfinden sollte. Da die heimische "Sporthalle am Großen Sand" mit einer Kapazität von 1400 Zuschauern zu klein ist, erwog man sogar, in die f.a.n.-Arena nach Aschaffenburg zu ziehen. Erst am Abend stand fest, dass ihr größter Wunsch, das Finale auch tatsächlich in Mainz austragen zu können, erfüllt wird. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr werden die Ringer in einem festen Großzelt auf dem Mainzer Messegelände im Stadtteil Hechtsheim auf die Matte gehen.

Für den ASV Mainz 88 ist es nach 36 Jahren die erste Finalteilnahme um die deutsche Meisterschaft. Entsprechend groß ist auch die Euphorie. Der Verein erwartet zum Hinkampf zwischen 4000 und 6000 Zuschauer - auch viele aus dem Saarland. Der KSV wird allerdings diesmal keine Fanbusse einsetzen. Auf seiner Internetseite begründete er dies mit negativen Erfahrungen beim Halbfinale gegen Mömbris-Königshofen in Aschaffenburg (Beleidigungen, Vermüllung des Busses). Trotzdem rechnen beide Vereine mit einem hohen Interesse der gegnerischen Fans.

Der KSV Köllerbach, der seit 1998 immer die Endrunde erreicht hat, rechnet zum Rückkampf in der Saarlandhalle mit etwa 4000 Zuschauern. "Schon allein wegen der relativ kurzen Anreise erwarten wir viele Mainzer", sagt Hilmar Rehlinger, Vorsitzender des KSV. Die letzten drei Titel (2007, 2008, 2009) gewannen die Köllerbacher jeweils auswärts - im brandenburgischen Luckenwalde. Im vergangenen Jahr entschied der SV Germania Weingarten das Finale in Homburg für sich. Nun nimmt Köllerbach einen erneuten Anlauf für eine große Sause in der Heimat. Wie viele Zuschauer im besten Fall in die Halle reinkommen, steht noch nicht fest. Der KSV plant mit zusätzlichen Stehtribünen im Innenbereich. "Die müssen noch genehmigt werden", sagt Rehlinger.

Klar ist: Das Finale muss sich für den KSV lohnen. Denn der Bundesligist hat die laufende Saison ohne Hauptsponsor bestritten. "Unsere finanziellen Reserven sind aufgebraucht", betont Rehlinger und hofft, in der nächsten Saison wieder einen Hauptsponsor zu finden. "Es geht um 50 000 Euro", sagt er und fügt hinzu: "Wir werden aber auch in Zukunft kein finanzielles Risiko eingehen." Da die Saarlandhalle - laut Rehlinger eigentlich teurer als andere in Frage kommende Hallen - dem KSV Köllerbach diesbezüglich "sehr entgegen gekommen ist", wie Rehlinger sagt, "fiel die Entscheidung nicht schwer." Nach dem Meistertitel von 1972 gegen den VfK Schifferstadt haben die Köllerbacher an die Saarlandhalle nur die allerbesten Erinnerungen. "Schon allein wegen der relativ kurzen Anreise erwarten



wir viele Mainzer."

Hilmar Rehlinger, Vorsitzender des KSV Köllerbach

Auf einen Blick

Karten für den Finalkampf in Mainz können online reserviert werden (www.mainz88.de) oder persönlich auf der Geschäftsstelle des ASV Mainz 88, Jakob-Anstatt-Straße 9b, 55 130 Mainz (Dienstag und Mittwoch 18 bis 20 Uhr, Donnerstag und Freitag 14 bis 20 Uhr und Samstag 10 bis 14 Uhr). Die reservierten Karten müssen bis eine Stunde vor Kampfbeginn an der Abendkasse abgeholt werden.

Karten für den Finalkampf in Saarbrücken (26. Januar, 19.30 Uhr, Saarlandhalle) können online (www.ksv-koellerbach.de) oder ab Montag, 21. Januar, auch telefonisch auf der Geschäftsstelle unter (0 68 06) 10 29 13 reserviert werden (Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 19 Uhr). aub