Hallenmasters: Am Auftakt-Wochenende setzen sich die Favoriten durch

Hallenmasters : Der Titelverteidiger schlägt gleich mal zu

Der Ball rollt: Am Wochenende wurden die ersten fünf Qualifikationsturniere zum Hallenmasters angepfiffen. 3500 Zuschauer sahen 1458 Tore. Masters-Titelverteidiger Auersmacher startete mit einem Sieg, doch so mancher Favorit musste zittern.

Turnier des SV Bübingen (52 Wertungspunkte):

Masters-Titelverteidiger SV Auersmacher macht genau dort weiter, wo er im vergangenen Winter aufgehört hat. Die Mannschaft von Trainer Jan Berger gewann am Sonntag den ersten Rainer-Behrend-Cup des SV Bübingen in der Brebacher Sporthalle. Im Finale des am besten besetzten Turniers des Wochenendes setzte sich der SVA mit 3:0 gegen Ligakonkurrent SC Brebach durch. „Es war ein spannendes Spiel, aber wir haben verdient gewonnen“, meinte Trainer Berger, der mit dem SV Auersmacher sein erstes Hallenturnier gewann.

In einem hitzigen Endspiel schoss Philipp Wunn die Grün-Weißen in der siebten Minute mit 1:0 in Führung. In der Folge sah Brebachs Artur Schneider die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns, Hasan Sonsuz erhöhte wenig später für den SVA auf 2:0 (11.). In der Schlussminute sorgte schließlich Felix Laufer mit einem Lupfer für den 3:0-Endstand. Das Spiel um Platz drei gewann der SV Saar 05 mit 9:1 gegen den FV Bischmisheim. Somit waren alle vier Saarlandligisten in der Schlussrunde unter sich. Wobei beim FV Bischmisheim die Bezeichnung Saarlandligist nur auf dem Papier zutrifft. Das Team war mit Spielern der ersten, der zweiten und der AH-Mannschaft angereist – und überraschte alle. Im Viertelfinale warfen die Bischmisheimer sogar den ambitionierten Verbandsligisten FC Rastpfuhl aus dem Turnier. „Es hat Spaß gemacht, und wir konnten die Leute ein bisschen begeistern“, sagte der 53-jährige Silvio Camerion, der eigentlich der Bischmisheimer Betreuer ist, aber in der Halle einfach mal mitspielte.

Erfolgreich war das Turnier auch für den Veranstalter. Nachdem der SV 09 Bübingen zu Beginn des Jahres Insolvenz anmelden musste, wurde mit dem SV 19 Bübingen ein neuer Verein gegründet. Mehr als 1000 Zuschauer kamen an beiden Tagen in die Halle. „So viele kamen noch nie zu dem Turnier. Darauf kann der ganze Verein stolz sein“, sagte Thomas Becker vom Organisations-Team des SV.

Das „Preußen-Masters“ des SV Merchweiler (50 Wertungspunkte):

Auch im Hallenfußball kann ein einziges Tor darüber entscheiden, ob am Ende der Titel herausspringt. Nicht anders war es am Sonntag in der Allenfeldhalle beim „Preußer-Masters“ des SV Merchweiler. Der spätere Turniersieger Röchling Völklingen stand im Halbfinale gegen die SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden bereits kurz vor dem Aus. „Mit der Schlusssirene konnten die Völklinger dann noch zum 3:3 ausgleichen, ehe es in der Verlängerung einen 6:3-Sieg gab. Und am Ende konnten sie auch verdient unser Turnier gewinnen“, sagte Peter Hornung vom Orga-Team des SV Merchweiler. 550 Zuschauer sahen das Turnier, das damit, so Hornung, der krönende Abschluss der Feiern zum 100-jährigen Vereinsbestehen gewesen sei. Im zweiten Halbfinale hatte sich die SpVgg. Quierschied mit 4:3 gegen den SV Hellas Bildstock durchgesetzt. Die Partie um Platz drei war dann eine klare Angelegenheit für Bildstock, das Schiffweiler-Landsweiler/Reden beim 9:3 keine Chance ließ. Und auch das Finale war relativ schnell entschieden: Am Ende siegte Röchling Völklingen mit 6:2 gegen Quierschied. Fabian Scheffer (3. Minute) traf frühzeitig zum 1:0, ehe Jonas Weber (4.) nachlegte. Und als dann Luka Dimitrijevic (7. und 9.) ein Doppelschlag gelang, war dies gleichbedeutend mit der Entscheidung. Wiederum Scheffer (12.) legte das 5:0 nach. Anschließend betrieben die Quierschieder durch Lukas Mittermüller (13.) sowie Sascha Schaum (14.) etwas Ergebniskosmetik, ehe Völklingens Scheffer kurz vor Schluss den Endstand zum 6:2 besorgte. „Wir selbst hatten mit den späteren Finalisten Völklingen und Quierschied eine schwere Zwischenrunden-Gruppe erwischt, sind aber sehr zufriedene Gastgeber“, meinte Hornung.

Turnier des SV Landsweiler (46 Wertungspunkte):

Fußball-Saarlandligist FV Eppelborn hat am Sonntag den THB-Heizungsbau-Cup des SV Landsweiler (46 Wertungspunkte) gewonnen. In der Lebacher Sporthalle an der Dillinger Straße setzte sich der FV im Endspiel mit 4:0 gegen die SG Lebach-Landsweiler (Verbandsliga Nord/Ost) durch. „Das ist klasse, gleich das erste Hallenturnier zu gewinnen“, freute sich Eppelborns Offensivspieler Edin Makelic. „Zumal mir meine Teamkollegen erzählt haben, dass der FV schon länger kein Turnier mehr gewonnen hat.“ Makelic war im Sommer vom SV Rohrbach nach Eppelborn gewechselt. Der 24-Jährige brachte sein Team im Endspiel bereits nach 40 Sekunden in Führung. Zudem setzte er mit seinem elften Turniertor den Schlusspunkt zum 4:0. „Wir wollten im Finale hinten keine Fehler machen, aber dann sind wir mit einem Abwehrbock gestartet“, stöhnte Lebachs Mittelfeldspieler Mario Valtchev. „Insgesamt können wir aber mit dem zweiten Platz ganz gut leben.“

Zumal seinem Team im Halbfinale eine Überraschung gelungen war. Exakt 30 Sekunden vor Schluss lag Lebach-Landsweiler noch mit 0:2 gegen Oberligist FC Hertha Wiesbach zurück. Dann verkürzte Steven Cremers auf 1:2, und Jonas Breil gelang sogar der nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich zum 2:2. In der Verlängerung sorgte Sascha Krauß mit einem Doppelpack dann für den 4:2-Endstand für die Gastgeber.

Im zweiten Semifinale verlor Landesligist SV Walpershofen mit 2:6 gegen Eppelborn. Wiesbach gewann danach das Spiel um Platz drei mit 8:1. Trotzdem überwog beim Oberligisten die Enttäuschung. „Wir hatten uns mehr erhofft. Das Halbfinale ist bitter für uns gelaufen“, fand Hertha-Verteidiger Oliver Hinkelmann. Das Turnier sahen insgesamt 800 Zuschauer. Titelverteidiger SF Köllerbach (Saarlandliga) war im Viertelfinale mit 1:3 an Wiesbach gescheitert.

Turnier des SV Reiskirchen (46 Wertungspunkte):

Zufriedene Gesichter am Sonntag beim SV Reiskirchen: 650 Zuschauer waren zum Volks- und Raiffeisenbank-Saarpfalz-Cup ins Sportzentrum Homburg-Erbach gekommen – und sie sahen, wie sich Regionalligist SV Elversberg und Oberligist Eintracht Trier ins Finale spielten. „Damit haben auch die beiden stärksten Mannschaften das Endspiel erreicht“, sagte Florian Neukirch aus dem Orgateam des SVR, der sich zudem über den fairen Verlauf des Turniers freute: „Außer einer Roten Karte wegen Handspiels außerhalb des Strafraums gab es gar nichts. Wir sind als Veranstalter mit dem Verlauf sehr zufrieden.“ Im Viertelfinale gab es folgende Ergebnisse: SV Schwarzenbach - SV Bruchhof-Sanddorf 9:1, FC Homburg - FSV Jägersburg 0:5, SV Elversberg - SV Reiskirchen 8:1 und Eintracht Trier - Genclerbirligi Homburg 7:4.

 In der Vorschlussrunde musste sich der SV Schwarzenbach, der mit einer sehr jungen Mannschaft angetretenen war, SV Elversberg mit 1:6 beugen. Saarlandligist Jägersburg unterlag Trier mit 1:4, sicherte sich aber danach Platz drei durch ein 4:3 gegen Verbandsligist Schwarzenbach.

Das Finale gewann die SV Elversberg mit 5:2 gegen Trier. Alexander Sutter (3. Minute) brachte die SVE in Führung. Kurz darauf legte Johannes Marchetti das 2:0 nach. Dann war wieder Sutter mit dem dritten Treffer zur Stelle (5.). Trier kam zwar zum Anschlusstreffer, doch Philipp Kiefer (9.) und noch einmal Marchetti (10.) beseitigten anschließend die letzten Zweifel am Elversberger Sieg. Der Schlusspunkt zum 2:5-Endstand war dann wiederum Eintrachts Kahyoglu (14.) vorbehalten.

Turnier der SSV Saarlouis (34 Wertungspunkte):

Die Entscheidung fiel erst fünf Sekunden vor Schluss: Beim Ruhland-Kallenborn-Cup der SSV Saarlouis in der Saarlouiser Sporthalle „In den Fliesen“ lieferte Landesligist SSV Pachten dem Favoriten FV Diefflen einen harten Kampf. Bis Sekunden vor Schluss lag die SSV nur knapp mit 2:3 zurück. Doch dann traf Vedat Gezginci zum 4:2 für den Oberligisten und machte alles klar.

Zu Spielbeginn hatten Fatih Günes und Niklas Altmayer eine 2:0-Führung für den FV herausgeschossen. Doch Pachten kämpfte sich zurück und verkürzte durch Alexander Frank auf 1:2. Dann traf Maximilian Kolodziej zum 3:1 für Diefflen. Die Entscheidung war dies aber noch nicht, weil der aufopferungsvoll kämpfende Landesligist durch seinen fliegenden Torhüter Sascha Kilper erneut verkürzte. Danach hatte der Außenseiter durch Kilper und Murat Anlamaz sogar zwei Großchancen zum 3:3, die aber nicht genutzt wurden.

So jubelte am Ende Turnier-Favorit Diefflen. „Wir haben alle Spiele gewonnen, deshalb war unser Turniersieg verdient“, urteilte Trainer Thomas Hofer. „Es waren zwar ein paar enge Spiele dabei, aber Lokalkämpfe wie gegen Pachten sind immer schwierig, auch wenn es einen Klassenunterschied gibt.“

SSV-Trainer Tobias Welz war trotz der Final-Niederlage begeistert: „Wir haben ein klasse Turnier gespielt“, freute sich der 27-Jährige. „Zudem konnten wir das Finale offen gestalten. Es war ein geiles Endspiel, das Werbung für den Fußball war.“

Die mit Nachwuchsspielern angetretene SV Elversberg gewann das Turnier des SV Reiskirchen. Foto: Stefan Holzhauser. Foto: Stefan Holzhauser
Diefflens Marvin Guss (links) lässt hier Pachtens Tarek Abd Alsalam stehen. Favorit Diefflen musste in Saarlouis aber bange Momente überstehen, bis der Turniersieg feststand. Foto:Altmeier. Foto: Oliver Altmaier

Platz drei ging an Verbandsliga-Aufsteiger SSC Schaffhausen, der sich im kleinen Finale mit 7:4 gegen das französische Team von US Valmont durchsetzte. Zuvor war der SSC im Halbfinale mit 1:6 an Diefflen gescheitert. Valmont zog im Halbfinale gegen Pachten mit 2:5 den Kürzeren. Die Franzosen hatten im Viertelfinale die gastgebende SG Saarlouis-Beaumarais ausgeschaltet (5:2). Das Turnier sahen 450 Zuschauer.