Halbzeit-Bilanz: Das sind die Gewinner und Verlierer beim FC Homburg

Kostenpflichtiger Inhalt: Halbzeit-Bilanz beim FC Homburg : Zwei Gewinner und zwei Verlierer

Halbzeitbilanz in der Regionalliga: Beim FC Homburg haben nicht alle Neuzugänge eingeschlagen.

Zur Halbzeit der Fußball-Regionalliga Südwest liegt der FC Homburg auf dem vierten Tabellenplatz. Positiv betrachtet gehören die Grün-Weißen damit der Spitzengruppe der Liga an, liegt doch der Fünfte SSV Ulm schon acht Zähler hinter dem FCH. Allerdings scheint der Abstand auf den einzigen Aufstiegsplatz eins nach der 1:2-Niederlage beim Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken für den Mitfavoriten aus der Saarpfalz kaum noch aufholbar.

Als klarer Gewinner der Hinrunde hat sich vor allem David Salfeld (29) in Szene setzen können. Der Torwart rettete seiner Mannschaft zahlreiche Punkte. Höhepunkt war der 2:1-Sieg beim TSV Steinbach-Haiger, als Salfeld als bester Spieler auf dem Platz den überlegenen Gegner zur Verzweiflung trieb. Dass er mit seiner Leistung trotzdem nicht restlos zufrieden ist, spricht für seinen Ehrgeiz. „Es waren schon viele Gegentore (26, Anm der Red.). So ganz zufrieden kann man da nicht sein – auch wenn ich nicht an jedem Schuld war“, sagt Salfeld und ergänzt: „Es gab Spiele, da hätte man den ein oder anderen mehr halten können. Ich denke, es war eine gute Hinrunde, aber nicht überragend.“

Der vor der Saison von Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln gekommene Stefano Maier (26) konnte bislang ebenfalls weitgehend überzeugen. 15 Mal spielte der Innenverteidiger 90 Minuten durch. Nach Anlaufschwierigkeiten bildete Maier zusammen mit Nebenmann Kevin Maek zuletzt eine stabile Deckung.

Ganz schwierig ist die Einordnung von Christian Telch (31). Gemessen an seinen Einsatzzeiten ist der Kapitän zu den Gewinnern der Halbserie zu rechnen. Dass Telch im zentralen Mittelfeld bis zum 14. Spieltag immer über die volle Distanz ging, war aber in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass Daniel di Gregorio aufgrund seines Kreuzbandrisses über ein Jahr lang fehlte. Bleibt di Gregorio, der seit zwei Wochen wieder zurück ist, von Verletzungen verschont, dürfte sich die Zeit des Kapitäns dem Ende zuneigen.

Dass Telch trotz seiner unübersehbaren Tempodefizite immer wieder auf dem Platz stand, weist auch daraufhin, wie schwer das erste Halbjahr in Homburg für den Ex-Saarbrücker und Ex-Elversberger Serkan Göcer verlaufen ist. Auch aufgrund diverser Verletzungen erhielt der zentrale Mittelfeldmann, der vor der Saison von Kickers Offenbach zum FCH gewechselt ist, gerade einmal 57 Minuten Einsatzzeit.

Zu den Verlierern der Hinrunde muss auch Marcel Carl gerechnet werden. Der Stürmer, der bis 2018 beim FC Astoria Walldorf Top-Leistungen gezeigt hatte, sich danach beim FCS aber nicht durchsetzen konnte, wollte mit dem Wechsel an seine frühere Topform anknüpfen. Das ist ihm bisher mit nur einem Tor und zwei Einsätzen über 90 Minuten nicht gelungen. „Ich kann nicht zufrieden sein. Anfangs hatte ich gespielt, aber dann lief es in der Mannschaft nicht so“, sagt Carl: „Daraufhin hat der Trainer ein paar Stellschrauben geändert, und mich hat es dabei getroffen. Als es danach besser lief, war es schwierig für mich, wieder in die Mannschaft zu kommen.“

Die Hoffnung auf eine bessere Rückrunde ist bei Carl trotzdem da. „Ich denke, die letzten drei Spiele waren okay. Darauf lässt sich aufbauen“, sagt der Angreifer, der nach eigener Aussage ein „Kopfmensch“ ist, der sich „das Leben selbst manchmal schwer macht.“

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