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„Hässliches Italien“ blamiert sich

„Hässliches Italien“ blamiert sich

Nach der Blamage bei der WM-Generalprobe gegen den Fußballzwerg Luxemburg waren Italiens Sportzeitungen fassungslos. „Brutta Italia“ – „Hässliches Italien“ – titelte Tuttosport, der Corriere dello Sport bezeichnete das Resultat als „unglaubliches Unentschieden“.



Gegen die Nummer 119 der Fifa-Weltrangliste stellte sich der viermalige Weltmeister in Perugia beim 1:1 (1:0) derart ungeschickt an, dass das Publikum schon zur Halbzeit mit Pfiffen nicht geizte. Nach dem Führungstreffer durch Claudio Marchisio in der neunten Minute verwalteten die Gastgeber nur noch und wurden dafür bestraft: In der 85. Minute gelang Maxime Chanot das Ausgleichstor.

Nationaltrainer Cesare Prandelli reagierte gelassen auf die nervöse Stimmung im Stadion. "Wir haben ein paar Dinge ausprobiert. Wir arbeiten jetzt weiter und wissen, dass wir eine gute WM spielen werden", sagte er. Was der 56-Jährige nicht sagte: Stürmerstar Mario Balotelli war ebenso weit von seiner Bestform entfernt wie Mittelfeldstratege Andrea Pirlo. Viele Beobachter haben ohnehin große Zweifel, ob der 35 Jahre alte Spielmacher den extremen äußeren Bedingungen in Brasilien gewachsen ist. Für Verteidiger Giorgio Chiellini keine Gründe, sich Sorgen zu machen: "Es hat Tradition, dass wir in Freundschaftsspielen oft nicht überzeugen konnten. Aber unser Team wird gewinnen, sobald es zählt."