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Hängt Diegos Zukunft von Cristiano Ronaldo ab?

Bremen. Bisher war ein Weggang von Werders Bremens Diego (Foto: dpa) kaum mehr als ein Dauer-Randthema. Doch nach dem von Bayern München bekundeten Interesse kommt Bewegung in die Angelegenheit. Bayern-Manager Uli Hoeneß sagte, dass der brasilianische Spielmacher "dann ein Thema" wäre, "wenn Franck Ribéry wirklich wegginge"

Bremen. Bisher war ein Weggang von Werders Bremens Diego (Foto: dpa) kaum mehr als ein Dauer-Randthema. Doch nach dem von Bayern München bekundeten Interesse kommt Bewegung in die Angelegenheit. Bayern-Manager Uli Hoeneß sagte, dass der brasilianische Spielmacher "dann ein Thema" wäre, "wenn Franck Ribéry wirklich wegginge". Und Bremens Sportdirektor Klaus Allofs sagte: "Bei Werder muss man immer sehen, was der Markt hergibt. Ich kann doch nicht sagen, wir verkaufen keinen Spieler und dann kommt einer und bietet eine Riesensumme. Das ist nicht nur auf Diego gemünzt." Der verwies Interessenten an den Manager: "Wenn die Bayern was wollen, müssen sie sich an Herrn Allofs wenden." Laut Allofs hat München sich nicht gemeldet: "Doch wenn die Bayern anrufen, werde ich den Hörer nicht auflegen." In der Vorwoche hatte er bestätigt, dass wegen des 24-Jährigen neben Juventus Turin "ein paar andere" angefragt hätten.



Seit Wochen lässt sich Diego trotz eines bis 2011 laufenden Vertrags alle Türen offen: "Ich kann jetzt nicht sagen, ob ich gehe oder bleibe. Das liegt auch an Werder, schließlich habe ich einen Vertrag bis 2011." Im Streit wolle er aber auf keinen Fall gehen: "Ich bin sehr glücklich bei Werder." Der Poker um Diego ist aber eröffnet. Ein Szenario lautet: Diegos Zukunft nicht nur von Vorstellungen des neuen Bayern-Trainers, sondern womöglich auch von Plänen Cristiano Ronaldos ab. Der portugiesische Star von Manchester United wird dem Vernehmen nach zu Real Madrid wechseln. In dem Fall soll Manchester bereit sein, den Bayern für Ribéry mehr als 60 Millionen Euro zu bieten. Die kolportierten Werder-Vorstellungen von 26 Millionen Euro Ablöse für Diego wären dann nicht unrealistisch. Italiens Rekordmeister Juventus Turin soll bisher 20 Millionen Euro geboten haben. dpa