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Gute Lose für FC Bayern und Wolfsburg

Nyon. Bayern München hatte bei der Auslosung wieder einmal Glück und bekommt es im Viertelfinale der Champions League mit dem FC Porto zu tun. Der VfL Wolfsburg trifft in der Europa League auf den SSC Neapel. sid

Kein Real Madrid , kein FC Barcelona , sondern "nur" der FC Porto: Für Bayern München hätte es im Viertelfinale der Champions League sehr viel schlimmer kommen können. "Es gibt unangenehmere Gegner. Aber wir sind der FC Bayern, und eines ist klar: Wir wollen ins Halbfinale", sagte Kapitän Philipp Lahm im Brustton der Überzeugung.

Längst haben die Portugiesen, gegen die die Münchner im Finale des Landesmeister-Wettbewerbs 1987 eine der bittersten Niederlagen (1:2) der Vereinsgeschichte erlebten, ihren Schrecken für den deutschen Fußball-Rekordmeister verloren. Das Team von Trainer Pep Guardiola, das die Auslosung am Freitagmittag an der Säbener Straße gemeinsam verfolgte, ist klarer Favorit. Zumal die Bayern, die in den vergangenen fünf Jahren drei Mal das Finale der Champions League erreicht haben und es 2013 gewannen, im Hinspiel auch noch auswärts antreten dürfen.

Dennoch trat Sportvorstand Matthias Sammer als Mahner auf. "Wenn du bei der Auslosung schon anfängst zu rechnen, kann das Ergebnis auf dem Spielfeld anders ausgehen. Man darf nicht meinen: Ach, das geht schon irgendwie. Auch 1987 war Bayern der Favorit", sagte Sammer.

Die Mahnungen sind wohl begründet: Porto ist seit Jahren Stammgast in der Champions League . Und der Verein ist bekannt dafür, ein gutes Auge für Talente zu besitzen. Aktuell sind Linksverteidiger Alex Sandro (24), Rechtsverteidiger Danilo (23) oder Linksaußen Cristian Tello (23) die kommenden Stars. Herausragender Akteur ist der kolumbianische Mittelstürmer Jackson Martinez (28).

Ganz zufrieden mit der Auslosung am Freitag in Nyon war auch der VfL Wolfsburg , der einzig verbliebene Bundesligist in der Europa League. "Der SSC Neapel ist noch mal einen Tick stärker als Inter, aber Bangemachen gilt nicht. Wir haben genug Qualität, um auch diese Aufgabe zu lösen", sagte VfL-Manager Klaus Allofs , nachdem sein Team Inter Mailand nach dem Hinspiel (3:1) auch im Rückspiel besiegte (2:1).

"Zwei Siege gegen Inter - viele unserer Spieler wird das in ihrer Entwicklung weiter nach vorne bringen", sagte Trainer Dieter Hecking , der sich auch die Frage nach dem Finale am 27. Mai in Warschau nicht mehr verbat: "Es sind noch sehr gute Mannschaften dabei. Doch diese Gegner wissen auch, dass wir ein gutes Niveau haben."