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Gut gespielt, dennoch verloren

Gut gespielt, dennoch verloren

Fußball-Drittligist SV Elversberg hat gestern sein Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten RB Leipzig mit 0:2 verloren. Dabei zeigte die SVE dennoch eine gute Leistung, wie Trainer Hirsch seiner Mannschaft bestätigte.

"Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Spiel zu verlieren und nach dem Spiel vom Gegner zu hören, dass man eigentlich richtig gut gespielt hat", sagte Dietmar Hirsch, der Trainer des Fußball-Drittligisten SV Elversberg, gestern nach der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig.

Vor 18 478 Zuschauern und strahlendem Sonnenschein lief die SVE taktisch bestens gerüstet gegen den Zweiten auf. Mit Chris Wolf, Jeff Gyasi, Frederick Kyereh, Sascha Wolfert und Salif Cissé brachte Hirsch fünf neue Spieler in die Startformation. Mit drei defensiven Mittelfeldspielern und Kyereh als einziger Spitze spielten die Elversberger mit deutlich verstärkter Defensive auf Konter.

Der Plan ging zunächst auf. Zwar hatte Elversberg in der Offensive nur wenig zu bieten, aber hinten stand die Null. Die Leipziger wirkten ideenlos und operierten mit vielen langen Bällen. Aber der Tabellenzweite hatte Glück. In der 24. Minute pfiff Schiedsrichter Tobias Reichel aus Sindelfingen nach einem Zweikampf im Strafraum zwischen Gyasi und Leipzigs Sebastian Heidinger Elfmeter für RB. "Aus unserer Position war es kein Elfmeter. Das sagen auch meine Spieler", sagte Hirsch. Dominik Kaiser war das egal - er verwandelte sicher zur 1:0-Führung für RB Leipzig (24.). An der eher bescheidenen Spielqualität änderte der Treffer nichts.

Nach dem Seitenwechsel wollte Hirsch reagieren. Mit Felix Luz und Murat Adigüzel standen zwei frische Stürmer zum Wechsel bereit, als der zweite Schlag ins SVE-Gesicht folgte. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld staubte der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Timo Röttger zum 2:0 ab (64.).

Luz und Adigüzel kamen trotzdem in die Partie und die SVE probierte alles, um das Spiel noch zu drehen. Fast hätte es auch noch geklappt, allerdings vergab die SVE ihre größten Chancen. Gyasi traf nach einem Freistoß per Kopf nur den Pfosten (78.), und Adigüzel zögerte frei vor dem Leipziger Tor zu lange mit dem Abschluss (83.). "Wir haben erneut gezeigt, dass wir mit den Spitzenteams der Liga mithalten können, das ist eine positive Erkenntnis aus dem Spiel", sagte Hirsch. Am kommenden Samstag, 14 Uhr ist Rot-Weiß Erfurt zu Gast an der Kaiserlinde. Bei der SVE kehrt dann Kapitän Timo Wenzel nach seiner Gelbsperre zurück in die Mannschaft.