Gut, besser, Borussia

Dortmund. Die Mannschaft stürmt von Sieg zu Sieg, doch die Clubführung bleibt in der Defensive. Vor dem Topspiel gegen den Hamburger SV heute (20.30 Uhr/Sky) steht das "M-Wort" bei Spitzenreiter Borussia Dortmund auf dem Index. "Hoffenheim war vor zwei Jahren Herbstmeister und ist danach komplett abgestürzt", warnte Hans-Joachim Watzke vor Hochmut

Dortmund. Die Mannschaft stürmt von Sieg zu Sieg, doch die Clubführung bleibt in der Defensive. Vor dem Topspiel gegen den Hamburger SV heute (20.30 Uhr/Sky) steht das "M-Wort" bei Spitzenreiter Borussia Dortmund auf dem Index. "Hoffenheim war vor zwei Jahren Herbstmeister und ist danach komplett abgestürzt", warnte Hans-Joachim Watzke vor Hochmut. Ungeachtet der komfortablen Ausgangslage und der Berufung von gleich vier BVB-Profis - Mats Hummels, Kevin Großkreutz, Mario Götze und Marcel Schmelzer - in die Nationalelf für das Testspiel in Schweden blieb der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten seiner Linie treu: "Die Stärke der Mannschaft ist ihre Unbekümmertheit, deshalb wollen wir ihr keinen Rucksack aufsetzen." Spätestens seit dem 4:0 bei Hannover 96 am Sonntag gilt der BVB jedoch nicht mehr als Geheimfavorit, sondern als Titelkandidat. Mit einem Sieg gegen den zehn Zähler entfernten Tabellensechsten Hamburg könnte die Borussia einen großen Schritt Richtung Herbstmeisterschaft tun. Einfach wird das nicht: Schließlich trat der HSV am 8. Spieltag beim FSV Mainz (1:0) den Beweis an, einen Tabellenführer vor heimischer Kulisse schlagen zu können. Trainer Armin Veh sagt: "Wenn wir in dieser Saison etwas erreichen wollen, müssen wir in Dortmund eigentlich gewinnen." Die Voraussetzungen für den dritten Auswärtssieg sind nicht optimal. Dem personell gebeutelten HSV, der ohne Ruud van Nistelrooy, Marcell Jansen, Frank Rost, Dennis Aogo, Eljero Elia und Collin Benjamin antreten muss, droht auch der Ausfall des zuletzt starken Jonathan Pitroipa (Adduktorenzerrung). Ungeachtet dieser Sorgen sieht Veh seine Elf nach dem 2:1 am vergangenen Spieltag gegen 1899 Hoffenheim im Aufwind: "Wir haben Selbstvertrauen getankt, werden nicht auf Kontersituationen warten, sondern selbst agieren." Das Topspiel heute könnte auch zum Duell zweier Topstürmer werden. Der BVB setzt auf den sechs Mal erfolgreichen Lucas Barrios - er hat aber muskuläre Probleme -, der HSV auf Mladen Petric. Vier Treffer erzielte der vor zwei Jahren vom BVB zum HSV gewechselte Stürmer in den letzten drei Pflichtspielen. Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ist für ihn nichts Besonderes: "Dafür liegt meine Zeit beim BVB zu lange zurück." dpa

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