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Güdesweiler ballert sich in die Bezirksliga

Güdesweiler ballert sich in die Bezirksliga

Baltersweiler. Der Aufstieg von der Kreisliga A Schaumberg in die Bezirksliga St. Wendel kam für die Fußballer der SF Güdesweiler zum optimalen Zeitpunkt. Denn die Sportfreunde gewannen am Pfingstsamstag das Entscheidungsspiel gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga A Weiselberg, den TuS Fürth vor rund 500 Zuschauern in Baltersweiler mit 5:1 (1:1)

Baltersweiler. Der Aufstieg von der Kreisliga A Schaumberg in die Bezirksliga St. Wendel kam für die Fußballer der SF Güdesweiler zum optimalen Zeitpunkt. Denn die Sportfreunde gewannen am Pfingstsamstag das Entscheidungsspiel gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga A Weiselberg, den TuS Fürth vor rund 500 Zuschauern in Baltersweiler mit 5:1 (1:1). Wegen des verlängerten Pfingstwochenendes konnten die Güdesweiler Spieler extra lange feiern. "Das haben wir auch getan", berichtete Spielausschuss Alfred Erfurt. Zunächst wurde nach dem Schlusspfiff in Baltersweiler der Platz von den zahlreichen Anhängern gestürmt und dann gab es die obligatorischen Sekt- und Bierduschen. "Anschließend ging es im Traktor und mit einem Autokonvoi zurück nach Güdesweiler. Dabei sind wir auch durch die Nachbarorte gefahren", erklärte Erfurt.

Im Güdesweiler Clubheim wurde bis in den frühen Morgen weiter gefeiert und auch am Pfingstsonntag war noch lange nicht Schluss. Auf dem Waldfest des MGV Güdesweiler wurde weiter getrunken, gefeiert und gelacht. Bei der offiziellen Einweihung des Kunstrasenplatzes in Güdesweiler am 13. Juni plant der Verein jetzt noch, die erfolgreiche Mannschaft offiziell zu ehren.

Dabei hatte das Aufstiegs-Spiel für Güdesweiler alles andere als gut begonnen. Schon nach sechs Minuten ging Fürth mit 1:0 in Führung. Einen langen Einwurf des TuS verlängerte ein SFG-Abwehrspieler unglücklich mit dem Kopf zu Gegenspieler Florian Marx und der köpfte zum 1:0 für Fürth ein. Danach war Güdesweiler spielbestimmend und hatte vor allem im Mittelfeld ein Übergewicht. Fürth blieb aber bei Kontern gefährlich und so hatte die Rohra-Elf ein ums andere Mal Glück, dass nicht der zweite Treffer für den TuS fiel. Nach knapp einer halben Stunde dann ein Schock für Fürth. Der angeschlagen in die Partie gegangene Spielertrainer Bernd Kaufmann musste raus. Sein noch nicht ganz auskurierter Muskelfaserriss schmerzte.

Während der eine Spielertrainer raus war, sorgte der andere in der Folgezeit für Furore. SFG-Übungsleiter Rohra war es selbst, der in der 34. Minute für den umjubelten Ausgleich sorgte. Tobias Dahl setzte sich über Außen durch und legte den Ball von der Grundlinie zurück zu Rohra. Der ließ noch zwei Gegenspieler stehen und bugsierte dann die Kugel zum 1:1-Pausenstand ins linke Eck.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel ging Güdesweiler in Führung. Und wieder hieß der Torschütze Roland Rohra. Kai Schwarz flankte den Ball vors Tor und Rohra ließ mit einer Volleyabnahme Reiner Wagner im Fürther Gehäuse keine Abwehrchance. In der 78. Minute setzte Güdesweiler den entscheidenden Konter. Danny Jung spielte einen klugen Pass in die Nahtstelle der Abwehr. Rohra tauchte daraufhin frei vor Wagner auf und überwand diesen zum 3:1. Nun war der Fürther Widerstand gebrochen. Tobias Erfurt in der 84. Minute und der eingewechselte Frank Rauber (89. Minute) erhöhten noch auf 5:1 für Güdesweiler.

"Für uns war dies der erste Aufstieg seit 20 Jahren", berichtet Erfurt. In der Saison 89/90 stieg Güdesweiler in die Bezirksliga auf. Nach zehn Jahren dort ging es wieder runter in die A-Klasse, ehe sogar der Sturz in die B-Klasse folgte. "Viele unserer älteren Spieler haben jahrelang nur gegen den Abstieg gespielt, deshalb ist für sie der Aufstieg umso schöner", berichtete Erfurt. "Für uns war dies der erste Aufstieg seit 20 Jahren."

Alfred Erfurt, SFG-Spielausschuss