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Auszeichnung
„Großer Stern des Sports“ nach Wuppertal

Liam Simons zeigt hier auf der Strecke im Lampennest in Riegelsberg sein Können.
Liam Simons zeigt hier auf der Strecke im Lampennest in Riegelsberg sein Können. FOTO: Andreas Schlichter
Berlin. Inklusionsprojekt bringt Behinderte zum Klettern. RSF Phönix Riegelsberg vertraten das Saarland.

Die Handicap-Klettergruppe „Die GäMSen“ hat den „Großen Stern des Sports“ in Gold für 2017 erhalten. Mit ihrem Angebot „Trotz Rollstuhl an die Kletterwand“ setzte sich die Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins gegen zahlreiche Konkurrenten aus Deutschland durch und erhielt den Preis in Berlin aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Ich finde es toll, dass es diese Preisverleihung gibt. Es wird auf Vereinsebene sehr viel geleistet, nicht nur von den Vereinen, die heute hier sind“, sagte Steinmeier. Gerade in den ländlichen Regionen seien Sportklubs oft noch die einzigen Einrichtungen, die das öffentliche Leben aufrecht halten.


„Besser kann man Inklusion nicht leben“, sagte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). „Menschen mit und ohne Behinderung klettern gemeinsam, sichern sich gegenseitig, verlassen sich aufeinander und erfahren dabei nicht nur Glücksgefühle und große Zufriedenheit, sondern eröffnen sich wechselseitig völlig neue Horizonte.“ Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wurde 2004 vom DOSB und den deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken ins Leben gerufen.

Der zweite Platz ging an den Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden. Der Verein hat ein Bewegungs- und Selbstverteidigungskonzept für Kita- und Grundschulkinder entwickelt. Der Verein „Laufen hilft“ kam auf Rang drei. Dabei handelt es sich um einen Frauenlauf mit sozialem Hintergrund, der im Jahr 2010 in Leipzig aus der Taufe gehoben wurde.

Das Saarland wurde von den Radsportfreunden (RSF) Phönix Riegelsberg vertreten. Mit dem Projekt „Wurzelzwerge und Zweiradstrampler – reintreten ausdrücklich erlaubt!“ wurden die Riegelsberger Ende 2017 Landessieger und erhielten ein Preisgeld von 2500 Euro. „Die Freude war überschwänglich, als wir die Nachricht vom Landessieg erhielten. Wir hatten das nicht erwartet, weil so viele großartige Projekte dabei waren“, sagte Stephan Scherer, der Vorsitzende der RSF. Beim Nachwuchsprojekt können die Kleinsten Radfahren lernen und im vereinseigenen Mountainbike-Park am Waldgelände der ehemaligen Grube Lampennest mit Mountainbike oder Rennrad üben.