Großer Ärger bei der FSG Otweiler – Freude beim FV Eppelborn

Fußball-Saarlandliga : Ärger bei der FSG Ottweiler – Freude beim FVE

Es war nichts für Fußball-Ästhetiker, was die FSG Ottweiler/Steinbach und der VfL Primstal am Samstag zum Abschluss der englischen Woche in der Fußball-Saarlandliga ablieferten. Aber es gab zumindest einen Aufreger und den erlebten die 220 Zuschauer auf der Trift in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Man hatte sich auf ein torloses Remis eingestellt, als eine hohe Flanke in den Steinbacher Strafraum segelte.Torhüter Sascha Seiwert hatte den Ball vermeintlich sicher in den Händen, ließ ihn aber fallen und Jonas Caryot hatte keine Mühe, die Kugel über die Linie zu drücken.

Alle Steinbacher hatten ein Foul an ihrem Keeper gesehen, der Unparteiische war anderer Meinung, er gab den Treffer in der 93. Minute und die erste Steinbacher Saisonniederlage war besiegelt. Der Ärger bei den Steinbacher Verantwortlichen war groß. „Das war nie ein Torwartfehler“, schimpfte Trainer Stephan Schock nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Christoph Busch, „und wenn so eine Szene in der Nachspielzeit passiert, dann sollte man für den Torwart entscheiden“, meinte der FSG-Coach in Richtung des Unparteiischen.

Es war der Schlusspunkt in einem ganz schwachen Spiel, in dem keine der beiden Mannschaften drei Punkte verdient hatte. Primstal hatte im ersten Durchgang ein leichtes Chancenplus mit drei guten Gelegenheiten zwischen der 25. und 37. Minute. Die Gastgeber hatten ihre größte Möglichkeit eine Minute vor der Halbzeit, als Lars Weber mit einem Kopfball nur die Querlatte traf. Nach fünf Minuten im zweiten Durchgang hatte Philipp Würtz die Möglichkeit zur Steinbacher Führung, doch sein Schuss aus kurzer Distanz ging über das Tor. Dann hatten die Gäste erneut eine Riesenchance, als Torwart Sascha Seiwert schon ausgespielt war, ein Steinbacher Abwehrspieler aber auf der Linie klären konnte und so blieb es fast bis zum Ende beim 0:0.

Eine andere Gemütsverfassung hatte am Sonntagabend der Trainer des FV Eppelborn. „Ja, das war schon in meinem Sinn“, bekannte Sebastian Kleer nach dem klaren 3:0-Sieg seiner Mannschaft am Sonntag beim FV Bischmisheim. „Aber wir haben uns schwerer getan, als es das Ergebnis aussagt“, räumte der FVE-Trainer ebenso ein, „doch spätestens nach unserem 1:0 war der Bann gebrochen“. Aber es waren schon 72 Minuten gespielt, als Dominik Strauße die Gäste in Führung brachte. Danach musste der Aufsteiger auch mitspielen, „und das kam uns entgegen“, erklärte Kleer. Ärgerlich: Nico Kmoch musste schon nach zehn Minuten mit Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung vom Platz, eine genaue Diagnose wird eine Untersuchung im Lauf der Woche ergeben.