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Griechische Zeitung verabschiedet Otto Rehhagel

Griechische Zeitung verabschiedet Otto Rehhagel

Athen. Otto Rehhagel hat vor dem entscheidenden Relegationsspiel in der Ukraine um die Teilnahme bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 seinen Sympathie-Bonus in Griechenland endgültig aufgebraucht. "Dankeschön und auf Wiedersehen" - mit dieser Schlagzeile forderte die angesehene politische Zeitung "Ta Nea" erstmals das Ende der achtjährigen Ära des Nationaltrainers

Athen. Otto Rehhagel hat vor dem entscheidenden Relegationsspiel in der Ukraine um die Teilnahme bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 seinen Sympathie-Bonus in Griechenland endgültig aufgebraucht. "Dankeschön und auf Wiedersehen" - mit dieser Schlagzeile forderte die angesehene politische Zeitung "Ta Nea" erstmals das Ende der achtjährigen Ära des Nationaltrainers. Dabei dürfte der 71-Jährige bei einer erfolgreichen Qualifikation in Südafrika laut Vertrag noch auf der Bank sitzen. "Das, was nach der Glorie des EM-Gewinns 2004 - der noch unsere Seelen erleuchtet - bleibt, ärgert mehr als dass es uns eine Hoffnung gibt", schrieb das Blatt gestern. Als Nachfolger wird Ewald Lienen gehandelt, der bei Zweitligist 1860 München tätig ist und auf Erfahrungen bei Panionios Athen verweisen kann.Nach dem lausigen 0:0 im Hinspiel gegen die Ukraine am vergangenen Samstag im halb leeren Athener Olympiastadion hatten die Medien Rehhagel erneut für seine defensive Ausrichtung kritisiert. Für das Rückspiel morgen plant Rehhagel laut Medienberichten eine ähnliche Taktik - in der Hoffnung, nach einer Standardsituation ein Tor zu erzielen.Es ist ausgerechnet Rehhagels 100. Spiel für die Griechen. Seine Bilanz: 51 Siege, 22 Unentschieden und 26 Niederlagen. "Das Spiel in der Ukraine kann das letzte für Otto Rehhagel sein. Um ehrlich zu sein: Es muss das auf Wiedersehen Ottos in einem Land sein, das ihn verehrt und ihn zu ihrem Fußball-Gott erklärt hat. Unabhängig davon, ob die Qualifikation für die WM gelingt oder nicht: Der Kreis hat sich geschlossen . . . ", schrieb "Ta Nea" weiter. dpa