Gleich im ersten Heimkampf ein dicker Brocken

Gleich im ersten Heimkampf ein dicker Brocken

Köllerbach. In der Nordstaffel der Ringer-Bundesliga kommt es morgen um 19.30 Uhr bereits am zweiten Kampftag zu einem echten Knüller, wenn der KSV Köllerbach die RWG Mömbris-Königshofen in seiner Kyllberghalle empfängt. "Mömbris ist in der Nordstaffel der eigentliche Topfavorit", erklärt KSV-Teamleiter Thomas Geid

Köllerbach. In der Nordstaffel der Ringer-Bundesliga kommt es morgen um 19.30 Uhr bereits am zweiten Kampftag zu einem echten Knüller, wenn der KSV Köllerbach die RWG Mömbris-Königshofen in seiner Kyllberghalle empfängt. "Mömbris ist in der Nordstaffel der eigentliche Topfavorit", erklärt KSV-Teamleiter Thomas Geid. Die Begegnung ist aus sportlicher Sicht hochkarätig, weil es unter anderem zur Neuauflage des Halbfinales der Olympischen Spiele kommen wird. In der Klasse bis 120 Kilogramm im griechisch-römischen Stil wird der Köllerbacher Heiki Nabi wieder auf den Schweden Johan Euren treffen, den er in London besiegte. Nabi gewann Silber.

Zusätzlichen Zündstoff bekommt der Kampf auch durch einen Ringer, der morgen gar nicht auf die Matte gehen wird - Venelin Venkov. Diesen Namen haben sie in Köllerbach schon fast vergessen - oder vielmehr verdrängt. Denn das Nichterscheinen des bulgarischen Ringers zum Final-Rückkampf um die deutsche Mannschafts-Meisterschaft gegen Germania Weingarten Mitte Januar bleibt für die Verantwortlichen beim KSV unverzeihlich. "Er hat uns den Titel gekostet und wird in Köllerbach nicht mehr ringen", hatte der KSV-Vorsitzende Hilmar Rehlinger nach dem verlorenen Finale stinksauer erklärt. Venkovs Nicht-Antreten war umso verwunderlicher, weil für die nächste Saison schon in Köllerbach unterschrieben hatte.

Die Wunde wurde jüngst wieder aufgerissen, als Mömbris-Königshofen im Juni dem hessischen Verband den Vereinswechsel von Venelin Venkov von Köllerbach nach Mömbris meldete. Ausgerechnet beim ohnehin starken Ligakonkurrenten hatte Venkov erneut eine Starterlaubnis unterschrieben. "Klar, dass wir ihm keine Freigabe für Mömbris erteilen wollten, noch dazu mit dem bitteren Beigeschmack vom Finale", erklärt Köllerbachs Pressewart Wolfgang Bauer.

Der Rechtsausschuss des Deutschen Ringer-Bundes musste im "Fall Venkov" entscheiden - und sperrte den Bulgaren für sechs Monate vom Wettkampfgeschehen. "Er hat sich grob unsportlich verhalten", lautete die Begründung. "Ein mildes Urteil", kommentierte Hilmar Rehlinger.

Und so wird Venkov in dieser Saison weder für den KSV Köllerbach noch für die RWG Mömbris-Königshofen auf die Matte gehen. "Wir haben mit Virgil Munteanu und Peter Modos für adäquaten Ersatz gesorgt", ist KSV-Teamleiter Geid zufrieden. Seine Ringer konzentrieren sich auf ihre Kämpfe. "Gegen Mömbris wird es nur Topkämpfe geben", sagt Geid und freut sich auf einen langen und heißen Abend in der Kyllberghalle. Bevor der Bundesliga-Kampf um 19.30 Uhr beginnt, trifft die zweite Mannschaft des KSV ab 17.30 Uhr in der Oberliga auf den AC Heusweiler.

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