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Gelungene Bundesliga-Premiere

Gelungene Bundesliga-Premiere

Ittersdorf. Schon ein paar Kilometer vor Ittersdorf ist als Autofahrer Vorsicht geboten. Immer wieder muss man Radfahrern ausweichen. Und es sind - schöner Saargau hin oder her - mehr, als man an einem normalen sonnigen Sonntag-Nachmittag erwarten würde. Ganz oben auf dem Saargau liegt der Start des 27. Renntages des RSC Überherrn

Ittersdorf. Schon ein paar Kilometer vor Ittersdorf ist als Autofahrer Vorsicht geboten. Immer wieder muss man Radfahrern ausweichen. Und es sind - schöner Saargau hin oder her - mehr, als man an einem normalen sonnigen Sonntag-Nachmittag erwarten würde. Ganz oben auf dem Saargau liegt der Start des 27. Renntages des RSC Überherrn. Der Blick schweift weit über die sanften Hügel, doch nebenan steigt die Hektik. Der Junioren-Start steht an. Dicht drängen sich die Fahrer neben der Strecke, die noch frei bleiben muss, da die Amateure des Hauptrennens gleich erwartet werden. Michael Spang, der zweite Vorsitzende und Hauptorganisator vom RSC Überherrn, steht daneben und betrachtet zufrieden die Betriebsamkeit auf der Strecke. "Das sind natürlich ideale Bedingungen. Das Wetter stimmt, und wir haben über 500 Teilnehmer." Die Erfahrung ist nicht neu für den RSC, schließlich ist es nicht das erste Rennen für den Verein. "Aber es ist das erste Bundesliga-Rennen, das wir veranstalten", erklärt Spang. Schon am frühen Morgen waren die Frauen-Teams unterwegs. Und die Premiere ist mehr als zufriedenstellend verlaufen, sagt Spang: "Wir hatten zwar schon Sichtungsrennen, aber ein wenig nervös waren wir trotzdem. Aber es ist alles gut gelaufen, und wir sind schon angesprochen worden, ob wir nächstes Jahr wieder dabei sein wollen." Es hört sich nicht an, als würde sich der RSC sträuben.

Zumal das Rennen auch aus Sicht der Überherrner gut verlaufen ist. Vivien Schmidt wurde Gesamt-15. und beste Fahrerin in der Klasse bis 1990. Und das als 16-Jährige. Schmidt startet zwar mittlerweile für eine Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen, lebt und trainiert allerdings immer noch im Saarland. Genauer gesagt beim RSC Überherrn. Dass sie jetzt die Erfolge unter einem anderen Vereins-Namen einfährt, stört Spang keineswegs: "Das ist doch vielmehr eine Auszeichnung für unsere gute Jugendarbeit. Wir können ihr hier diese Möglichkeiten nicht bieten, aber vielleicht kommt sie irgendwann wieder zurück."

Drei Jahre fährt Vivien erst und hat eine rasante Entwicklung genommen. Auch wenn es ihre Heim-Strecke ist, war sie selbst ein wenig überrascht von ihrem Erfolg: "Nein, das war so nicht zu erwarten. Das Rennen letzte Woche ist nicht so gut gelaufen. Aber umso schöner." Der Wechsel zum SRM & Poison Bike-Team hat ihr einen neuen Schub gegeben: "Das Training ist deutlich härter geworden. Und es schlägt an."

Doch auch abseits der großen Radsport-Welt hat der Renntag seine Reize. Im gemütlichen Beieinander im Fahrer-Lager wirkt der Wettkampf deutlich entspannter. "Dieses Gemütliche ist natürlich auch eine gewisse Notwendigkeit, weil wir ein kleiner Verein sind", sagt Sprecher Tim Leber. Doch jetzt kommt wieder Arbeit auf ihn zu. Für die Junioren ist es so weit. Dicht an dicht drängen sie sich am Start. Die Bahn ist frei, wild knacken die Schaltungen und nur wenige Augenblicke später sind sie hinter dem ersten Hügel verschwunden. (siehe auch Zahlen)