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Gegen Russland gibt es wieder deutsche Trikots mit Namen

Gegen Russland gibt es wieder deutsche Trikots mit Namen

Düsseldorf. Erst Fan-Fest, dann Ernstfall gegen Russland - und schon wieder Turbulenzen um Michael Ballack

Düsseldorf. Erst Fan-Fest, dann Ernstfall gegen Russland - und schon wieder Turbulenzen um Michael Ballack. Noch bevor der Kapitän am Dienstag als letzter Spieler in Düsseldorf eintraf und sich mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim öffentlichen Training in der LTU-Arena präsentieren sollte, mussten Bundestrainer Joachim Löw (Foto: dpa) und Teammanager Oliver Bierhoff neue Brandherde um den Mittelfeldstar ersticken. "Ich will kein Thema Bierhoff/Ballack haben. Es geht nur um die beiden Spiele gegen Russland und Wales", sagte Löw sehr bestimmt nach der Zusammenkunft seines nach dem Ausfall von Marcell Jansen (Muskelfaserriss) noch 21-köpfigen Kaders.

Nachdem Ballack Unverständnis über die seit der EM fehlenden Spielernamen auf den Trikots geäußert hatte, sorgte Bierhoff gleich nach seinem Eintreffen im Teamhotel für Aufklärung. "Das Thema Trikots hat Michael verspätet angesprochen. Es ist längst geklärt", berichtete der Manager und versicherte, dass am Samstag beim WM-Qualifikationsspiel gegen den EM-Halbfinalisten Russland wieder die Namen der 18 deutschen Akteure auf den Trikots stehen werden. Im Gepäck des Verbandes befindet sich dafür extra eine Beflockungs-Maschine, mit der die Beschriftung der 18 Trikots vorgenommen werden kann.

Auf den Dauer-Konflikt Bierhoff/Ballack reagierte Löw leicht gereizt. "Es wird und darf überhaupt keine Ablenkung geben in dieser Woche, sondern einzig und allein die Konzentration auf den Samstag", sagte der 48-Jährige. Löw erwartet, dass die jüngsten Aussprachen zwischen Manager und Kapitän gefruchtet haben.

Auch beim Thema Führung stellte der Bundestrainer klar, dass es dabei nicht vorrangig um das Auftreten von Kapitän Ballack gehe. "Wir haben hier einen Führungsstil der Trainer, die natürlich die Regeln vorgeben. Die Spieler haben sich diesen Regeln anzupassen und zu unterwerfen", erklärte Löw. Ballack sei im übrigen nicht der einzige Führungsspieler: "Einer wäre zu wenig. Ich verlange von mehreren Spielern, dass sie vor allem auf dem Platz Verantwortung übernehmen", erläuterte Löw. Bierhoff ergänzte, dass "nicht Michael Ballack Vize-Europameister geworden ist, sondern die ganze Mannschaft". Ballack sei jedoch "ein ganz wichtiger Spieler".

Der Kampf um die Plätze in der Startelf gegen Russland begann am Dienstag vor Publikum. Das erste öffentliche Training nach langer Zeit wurde von den Nationalspielern begrüßt. "Wir freuen uns, dass wir uns den Fans wieder einmal zeigen können. Das ist schön", sagte der Schalker Kevin Kuranyi. "Wir wollen uns öffnen, den Fans zeigen", sagte Löw: "Wir haben ihnen einiges zu verdanken." Auch gegen "das Klasseteam der Russen" setzt er auf die Unterstützung der Anhänger: "Ich freue mich auf das Spiel vor vollem Haus in Dortmund." dpa