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"Gegen Nenad geht keiner gerne in den Zweikampf"

"Gegen Nenad geht keiner gerne in den Zweikampf"

Elversberg. "Ich gebe in jedem Zweikampf alles. Wenn du den Ball haben willst, darfst du keine Kompromisse eingehen. Und wenn du Angst hast, dann hast du keine Chance", sagt Nenad Simic, der 24-jährige Innenverteidiger der SV Elversberg

Elversberg. "Ich gebe in jedem Zweikampf alles. Wenn du den Ball haben willst, darfst du keine Kompromisse eingehen. Und wenn du Angst hast, dann hast du keine Chance", sagt Nenad Simic, der 24-jährige Innenverteidiger der SV Elversberg. Gegen den SC Preußen Münster wird der gebürtige Bosnier heute Abend, 19 Uhr, an der Kaiserlinde sein siebtes Spiel von Beginn an für die Saarländer in der Fußball-Regionalliga machen. Davor wurde Simic noch nicht einmal eingewechselt. "Ich habe gewusst, dass ich meine Chance irgendwann in der Saison bekomme. Also habe ich gewartet und in jedem Spiel der Zweiten und auch im Training alles gegeben", erklärt der Bosnier. Und gleich nach seinem ersten Spiel für die SVE (2:0-Sieg gegen den Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern II) sagte Trainer Djuradj Vasic: "Nenad war heute der beste Spieler auf dem Platz."

Ein Kompliment, das nicht von ungefähr kam. Der 24-Jährige verliert so gut wie keinen Zweikampf, ordnet die eigene Defensive und ist torgefährlich bei Standards. Bislang ist Nenad Simic der Überflieger der Saison. "Gegen Nenad geht keiner gerne in die Zweikämpfe. Da kannst du nur den Kürzeren ziehen. Frage mal seine Mitspieler", sagt SVE-Sportdirektor Alfred Kaminski über Simic, der vor der Saison vom Oberligisten FK Pirmasens an die Kaiserlinde wechselte. In Pirmasens hat Simic ein halbes Jahr mit SVE-Stürmer Andreas Haas zusammen gespielt. "Ich soll was über Nenads Zweikampfverhalten sagen", grinst Andreas Haas. "Ich bin froh, dass wir uns schon länger kennen", so Haas.

Wer jetzt glaubt, der 24-Jährige steht in jedem Spiel kurz vor dem Platzverweis, irrt sich. Erst eine Gelbe Karte hat Simic in sieben Spielen gesehen. Einen Platzverweis bekam er in sechs Profijahren überhaupt noch nicht. Und dabei hat Simic schon in den eher ruppigen Ersten Ligen in Bosnien und Serbien gespielt. Im Mai 2007 absolvierte Simic ein Probetraining bei der SV Elversberg. Djuradj Vasic zögerte damals keine Sekunde und nahm den Bosnier unter Vertrag. Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellte. Denn die SVE-Innenverteidigung mit Islamoglu und Simic zählt zu den Besten der Liga. Nur Tabellenführer FC Kaiserslautern II hat weniger Gegentore kassiert. Mit 14 geschossenen Toren sieht außerhalb der Defensive allerdings wenig nach Spitzenmannschaft aus. Aber das könnte sich heute Abend gegen den Tabellendritten aus Münster zumindest ein wenig verändern.