Gaëtan Krebs von Fußball-Regionalligist SV Elversberg beendet Karriere

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball Regionalliga : Nach 16 Jahren Profi-Fußball ist bald Schluss

Gaëtan Krebs vom Regionalligisten SV Elversberg beendet am Ende der Saison seine Spielerkarriere. Die Zukunft hat er bereits geplant.

 Gaëtan Krebs hätte allen Grund dazu, schlecht gelaunt oder enttäuscht zu sein. Der 34-Jährige stand in dieser Saison beim Fußball-Regionalligisten SV Elversberg noch keine Sekunde in der Liga auf dem Platz. Zwei Spiele in der zweiten Mannschaft und zwei Einsätze im Saarlandpokal hat der Franzose absolviert, das war‘s. Doch Krebs ist nicht der Typ für schlechte Laune. „Das bringt doch gar nichts. Ich genieße viel mehr jedes Training und das Zusammensein mit einer tollen Mannschaft. Ich gebe in jedem Training alles und möchte am Ende der Saison mit einer gewissen Zufriedenheit und einem tollen Gefühl aufhören“, erklärt er.

Nach 16 Jahren als Profi und 32 harten Vorbereitungen ist für den Mittelfeldspieler am Saisonende Schluss. Der Dreijahresvertrag bei der SVE läuft aus. „Ich werde meine Karriere in sechs Monaten komplett beenden. Es war eine tolle Zeit. Und ich freue mich auf das, was danach kommt“, sagt der Franzose. Er bekam in dieser Saison von der SVE schon des Öfteren Sonderurlaub, um Trainerscheine zu machen. Beim FC Saargemünd ist er bereits seit zwei Jahren Co-Trainer bei der U15 und der U17. „Mein Bauchgefühl sagt mir schon länger, dass eine Trainerkarriere das richtige für mich ist. Im Kopf bin ich aber noch Fußballer und ich freue mich auf die letzten Monate“, sagt Krebs.

Monate, in denen der Franzose nicht nur alles für die SVE geben möchte, sondern auch lernen will. „Ich habe schon viele Trainer in meiner Karriere gehabt, aber Horst Steffen ist besonders. Er hat eine sehr gute Art und macht sehr gutes Training. Ich schaue ihm genau zu und lerne“, sagt der Noch-Profi, der für Hannover 96 20 Mal in der Bundesliga und für den Karlsruher SC 139 Mal in der 2. Bundesliga spielte.

Für die SVE kickte er 47 Mal in der Regionalliga Südwest. Doch da sollen noch ein paar Einsätze hinzukommen. „Ich möchte spielen und versuche, wieder in die Mannschaft zu kommen“, sagt Krebs. Zudem sind mit der Meisterschaft und dem Pokal noch zwei Titel möglich. „Den Pokal lassen wir mal außen vor. Das dauert noch zwei Monate. Wir müssen gut in die Liga starten. Wir sind nur vier Punkte hinter dem 1. FC Saarbrücken, wo sich der neue Trainer und die Mannschaft erst finden müssen. Ich denke schon, dass wir gute Chancen auf die Meisterschaft haben“, sagt der 34-Jährige.

Neben der harten Vorbereitung und der Trainerausbildung gibt es aktuell noch einen ganz besonderen Reizpunkt in seinem Leben. Seine Frau und er erwarten das zweite Kind. „Es kann jeden Tag losgehen. Das Kinderzimmer ist gestrichen und eingerichtet. Jetzt warten wir gespannt.“ Was wird es, Mädchen oder Junge? „Wir wissen es nicht. Das wollten wir auch bei unserer Tochter Lola nicht wissen. So ist es viel spannender, und die Vorfreude ist größer“, sagt der Papa.

Auch wenn im Sommer eine tolle Fußball-Karriere zu Ende geht, wird sich am Wohnort von Familie Krebs nichts ändern. „Wir bleiben hier. Uns gefällt es sehr gut. Und wir haben viele, tolle Freunde gefunden“, beschreibt der 34-Jährige ein Phänomen, das es bei vielen Fußballern in Homburg, Saarbrücken oder Elversberg gibt. Sie haben sich in Land und Leute verliebt und bleiben einfach.

An diesem Dienstag, 14 Uhr, empfängt die SV Elversberg im Stadion an der Kaiserlinde den Tabellenführer der Regionalliga West, SV Rödinghausen, zum ersten Test. Gaëtan Krebs wird dann auch mit von der Partie sein. Es sei denn, seine Frau und sein zweites Kind haben eine andere Idee.