FV Bischmisheim verliert im Saarlandpokal gegen SV Elversberg

Saarlandpokal : Der FV lässt sich nicht an die Wand spielen

Bischmisheim ist Schlusslicht in der Fußball-Saarlandliga. Im Saarlandpokal war Regionalligist SV Elversberg zu Gast. Vor knapp 400 Zuschauern hielt der Außenseiter dagegen – und die Niederlage in Grenzen. Am Ende stand es 0:4

Fuchsteufelswild sprintete Bischmisheims Torhüter Daniel Hahn in der 56. Minute aus seinem Tor. Von der Strafraumgrenze aus faltete er den Linienrichter verbal so was von zusammen, dass Schiedsrichter Jörg Probst keine andere Wahl hatte, als ihm die Gelbe Karte zu zeigen. Dann bekam auch der Schiedsrichter von Hahn sein Fett weg. Erst als Probst mit der Roten Karte drohte, marschierte Hahn knurrend in sein Tor zurück. „Wir haben uns so viel Mühe gegeben und so gut gespielt, und dann bekommen wir durch so eine Entscheidung alles kaputt gemacht. Da konnte ich nicht ruhig bleiben“, erklärt der 29-Jährige. Fußball-Saarlandligist FV Bischmisheim hat in der fünften Runde des Saarlandpokals gegen Regionalligist SV Elversberg mit 0:4 (0:1) verloren.

Die Schlüsselszene, die auch viele der etwa 400 Zuschauer auf die Palme brachte, ereignete sich in der 56. Minute. Nach einer Elversberger Flanke und einem Gewurschtel im Strafraum kam Thomas Gösweiner an den Ball. Er hämmerte ihn mit dem Vollspann aus zwei Metern ins Tor. Es war das 2:0 für die SV Elversberg - aus abseitsverdächtiger Position. Nicht nur Hahn machte seinem Ärger Luft. „Du machst mit einer Aktion unser ganzes Spiel kaputt“, rief Bischmisheims Abwehrspieler Rouven Osthoff in Richtung Schiedsrichter.

Die SV Elversberg war von der ersten Minute an die klar bessere Mannschaft. Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Bischmisheimer Spielhälfte ab. Aber die Spieler von Trainer Stephan Otte machten ihre Arbeit gut. Taktisch diszipliniert und mit viel Einsatzwille machten sie dem Favoriten aus Elversberg das Leben schwer. Die Profis hatten nicht viele Torchancen.

Für das 1:0 für die SV Elversberg musste ein Foulelfmeter herhalten – ein berechtigter. Manuel Feil verwandelte den Strafstoß in der 24. Minute. Bis zum umstrittenen zweiten Treffer hatten die Elversberger Mühe. SVE-Trainer Horst Steffen rief seine Jungs immer wieder zur Ordnung. „Männer, wir brauchen mehr Höhe, wir stehen viel zu tief“, rief Steffen, während sich seine Spieler ideenlos am Bischmisheimer Strafraum aneinander reihten. Allerdings war die Partie nach dem 2:0 für die Gäste entschieden. Israel Suero erzielte in der 62. Minute mit dem nächsten verwandelten Foulelfmeter das 3:0 und der Benno Mohr nach einem starken Dribbling in der 80. Minute das 4:0.

In der 83. Minute gab Torben Görgen den einzigen Schuss auf das Elversberger Tor ab – SVE-Schlussmann Frank Lehmann hielt den Ball. Stephan Otte gefiel die Leistung seiner Mannschaft. „Wenn wir diese Disziplin regelmäßig in der Saarlandliga an den Tag legen würden, würden wir in der Tabelle sicher besser stehen“, sagte Bischmisheims Trainer, dessen Truppe Tabellenletzter ist. Und so ganz unzufrieden war auch Torhüter Hahn nach dem Spiel nicht mehr. Er sagte: „Außer bei den zwei Elfmetern und beim Abseitstreffer bekam ich gar nicht so viele Bälle aufs Tor. An die Wand haben uns die Profis sicher nicht gespielt.“

Vor knapp zwei Jahren sah das anders aus. Damals verloren die Bischmisheimer mit 0:9 im Pokal gegen die Elversberger. Nur vier Spieler standen damals und am Mittwoch auf dem Platz. Eric Fuhr und Philipp Regitz beim FVB und Lukas Kohler und Kai Merk bei der SVE.

Für den FV Bischmisheim geht es am Sonntag, 27. Oktober, mit dem Kellerduell in der Saarlandliga weiter. Um 15 Uhr ist das Schlusslicht beim Tabellenvorletzten FC Reimsbach zu Gast. „Das Spiel wird richtungsweisend“, sagte Otte.

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