FV Bischmisheim spielt in Saarlandliga im Fußball gegen FSV Jägersburg

FV Bischmisheim : Der Saarlandliga-Aufsteiger fordert zum Auftakt den Oberliga-Absteiger

Der FV Bischmisheim hat eine durchwachsene Vorbereitung hinter sich. Die Verletztenliste vor dem ersten Saisonspiel gegen den FSV Jägersburg ist lang.

Aufstiegseuphorie und große Vorfreude auf die neue Herausforderung – so ließ sich die Stimmung beim FV Bischmisheim vor einigen Wochen beschreiben. Nach dem Durchmarsch von der Fußball-Landes- bis in die Saarlandliga fieberte der Club dem ersten Auftritt in der höchsten saarländischen Spielklasse mit dem Spiel an diesem Sonntag, 28. Juli, um 16.30 Uhr zu Hause gegen Oberliga-Absteiger FSV Jägersburg entgegen. Doch mittlerweile hat die Euphorie beim Neuling Dämpfer erhalten.

„Die Vorbereitung bei uns war sehr, sehr durchwachsen“, sagt Trainer Stephan Otte. Aufgrund von Verletzungen und Urlaubern hatte er nie den kompletten Kader zur Verfügung. „Teilweise war ich froh, wenn ich zu den Testspielen elf Mann zusammen bekommen habe“, berichtet der 30-Jährige. Der FV Bischmisheim verlor beispielsweise gegen Saarlandliga-Absteiger FC Rastpfuhl mit 2:5 sowie gegen Verbandsligist 1. FC Riegelsberg und gegen Landesligist FC St. Arnual jeweils mit 2:4.

Die Liste der Verletzten ist lang. Neben Lennart Bohl (Knorpelschaden im Knie) und Philipp Regitz (Mittelfußbruch), die noch an Blessuren aus der Vorsaison laborieren, gibt es drei weitere Ausfälle. Daniel Diener plagt sich mit einer Schambeinentzündung herum. „Er war letzte Saison eine Bank“, sagt Otte. Auch auf zwei der sieben Neuzugänge muss der Trainer verzichten: Der vom FC Rastpfuhl gekommene Mario Ricatti ist mit Schambeinproblemen außer Gefecht. Noch schlimmer erwischt hat es den von der Spvgg. Quierschied gekommenen Kenneth Bento. Der 25-Jährige zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu.

Keine guten Voraussetzungen also für einen erfolgreichen Saisonstart. „Wir gehen als klarer Außenseiter in die Begegnung gegen Jägersburg“, sagt Otte. Doch der Außenseiter will bissig auftreten, um für eine Überraschung zu sorgen. „Die Jungs sind alle heiß auf die Saarlandliga. Wir wollen zeigen, dass wir mithalten können“, erklärt Otte. Dass es für den Aufsteiger schwer wird, die Klasse zu halten, weiß der 30-Jährige. „Wichtig wird sein, dass wir den Zusammenhalt, der uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, beibehalten. Und das auch, wenn wir Rückschläge einstecken müssen, die es sicher geben wird“, erklärt Otte: „Wenn diese kommen, müssen wir sie sachlich analysieren. Wenn uns das gelingt, bin ich guter Dinge, dass wir in der Liga drin bleiben.“

Otte will vor allem vor eigenem Publikum selbstbewusst auftreten. „Zuhause wollen wir die nötigen Zähler holen“, sagt der Übungsleiter. Die Heimstärke war in der vergangenen Spielzeit einer der ausschlaggebenden Faktoren für die Verbandsliga-Meisterschaft des FV. Die Bischmisheimer holten 40 von 45 möglichen Zählern in der „Rehbock-Arena“.

Zum Saisonauftakt wird Otte weitestgehend seiner Meister-Mannschaft vertrauen. Voraussichtlich werden im Feld acht Akteure, die schon länger beim FV Bischmisheim sind, und zwei Neuzugänge von Beginn an auflaufen. Der vom Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken II gekommene Philipp Häfner könnte im Offensivbereich beginnen. Rouven Osthoff, der vom Ligakonkurrenten Saar 05 Saarbrücken kam, wird wohl im Defensivbereich in der Startelf stehen.

Spannend ist die Frage, wer Nachfolger von Stammtorhüter Daniel Hahn wird, der seine Karriere beendet hat. Mit Rückkehrer Justin Strassner (kam vom TuS Eschringen), Lennart Röder (vom SC Halberg Brebach) sowie dem bisherigen zweiten Torwart Tom Simmer gibt es dafür drei Kandidaten.

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