Fußball-Verbandsliga SG Marpingen gewinnt Derby gegen Freisen mit 2:1

Fußball-Verbandsliga : Das Spiel wird in der 95. Minute entschieden

Späte Tore gegen Freisen werden zur Spezialität von Sören Recktenwald. Marpingen gewinnt Derby mit 2:1.

Einfach unglaublich. Sören Recktenwald hat es schon wieder getan. Wie beim 4:3-Hinspiel-Erfolg erzielte der Mittelfeld-Akteur von Fußball-Verbandsligist SG Marpingen-Urexweiler im Kreisderby gegen den FC Freisen in der 95. Minute den 2:1-Siegtreffer. Zuvor hatte der eingewechselte FCF-Abwehrspieler Timo Breuer durch ein Foulspiel einen Freistoß verursacht. Den von Björn Recktenwald aufs kurze Eck geschossene Ball ließ Torwart Hassan Ahmed fallen – und Sören Recktenwald drückte die Kugel über die Torlinie. Ausgiebig bejubelten die SG-Kicker den Sieg, für Freisen bekam der Name Volkstrauertag eine neue Bedeutung. „Der Freistoß darf so nie und nimmer fallen“, haderte FCF-Trainer Christian Schübelin. 

 SG-Trainer Faruk Kremic war darüber nicht unzufrieden. „Am Schluss war es glücklich, aber mit dem vielen Ballbesitz und den Torchancen müssen wir das Spiel früher entscheiden“, sagte er.

 Den ersten Kracher in der Partie fabrizierte Freisen. Patrick Clos hämmerte einen Freistoß aus 30 Metern an die Querlatte. Daraufhin schaffte es Marpingen-Urexweiler nicht, den Ball zu klären. Sebastian Schad kam an die Kugel, hielt aus 16 Metern drauf – und der abgefälschte Schuss senkte sich im Bogen zum 1:0 (14. Minute) ins Tor. Dann war Marpingens Björn Recktenwald an der Reihe. Sein 18-Meter-Freistoß prallte an die Latte, und Christof Rauber traf im Nachsetzen zum 1:1 (21.).

 „Wir haben mit viel Tempo nach vorne gespielt und hatten dadurch unsere Möglichkeiten“, meinte Schübelin. Aber Tobias Haupt schoss nach einem heftigen Patzer von SG-Kapitän Tobias Straß den Ball über das Tor (36.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff traf auf der anderen Seite der Marpinger Maximilian Kohler den Pfosten.

Auch in Hälfte zwei sahen die 150 Zuschauer mehrere spektakuläre Strafraumszenen. Nach 65 Minuten fiel ein Kopfball von Björn Recktenwald von der Unterkante der Latte auf die Torlinie, ehe Freisens Schlussmann Hassan Ahmed zupacken konnte. Auf der Gegenseite parierte Maximilian Ziegler einen 20-Meter-Freistoß von Clos (78.).

 Es folgte die verrückteste Szene des Spiels: Björn Recktenwald setzte den nächsten Kopfball ans Gebälk, beim Rettungsversuch knallte Marcel Therre das Spielgerät dermaßen vehement an die Querlatte, das es im hohen Bogen aus dem Strafraum rausflog (90.).

In der Nachspielzeit war es dann erneut Sören Recktenwald, der seinem Team drei Punkte gegen Freisen sicherte. „Unsere Leistung hat trotzdem gepasst. Es ist aber enttäuschend, wenn du noch so ein Gegentor fängst“, haderte Schübelin.

Mit 20 Punkten belegt Freisen den siebten Tabellenplatz und muss am Samstag, 17.45 Uhr, zum Neuling SG Saubach. Der Liga-Vierte Marpingen-Urexweiler (30 Punkte) spielt am Samstag, 15.30 Uhr, beim SV Bildstock (31 Punkte) um Platz drei.

Im Theleyer Schaumbergstadion konnten die 130 Zuschauer lediglich ein paar Möglichkeiten bestaunen. Leistungsgerecht trennten sich der VfB Theley und Aufsteiger Schwarzenbach 0:0. „Dadurch sind wieder auf dem drittletzten Platz, haben aber auch nur vier Punkte weniger als der Sechste“, blickte Spielertrainer Andreas Oberhauser auf das Klassement. An diesem Freitag, 19 Uhr, empfängt der VfB das Schlusslicht FSV Jägersburg II.

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