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Fußball-Verbandsliga: Derby zwischen SV Hasborn und dem VfB Theley

Fußball-Verbandsliga : Ein Hochamt für die Fußballfreunde

Am Samstag steigt das Verbandsliga-Derby zwischen Hasborn und Theley. Die Gastgeber können dabei den Titel einfahren.

SV Hasborn gegen VfB Theley – früher lockten die sportlichen Auseinandersetzungen der Nachbarorte Tausende Zuschauer auf die Ränge der beiden Stadien. Die Rivalität war legendär, die Spiele stets hochgradig brisant. Auch heutzutage ist die Begegnung der ewigen Rivalen immer noch ein Hochamt für die Fußballfreunde am Schaumberg. An diesem Samstag, 16 Uhr, wird das Verbandsliga-Lokalderby im Hasborner Waldstadion angepfiffen.

Für beide Teams geht es dabei um weit mehr als nur ums Prestige. Spitzenreiter SV Hasborn will dem Meistertitel ein Stück näher kommen – und der in Bedrängnis geratene VfB will sich weiter vom Abstiegsstrudel entfernen. „Wir wollen so früh wie möglich die Meisterschaft sichern, deshalb brauchen wir einen Sieg“, sagt Hasborns Offensivakteur Steffen Hoffmann.

Seine Mannschaft geht mit sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten SG Marpingen-Urexweiler in die letzten drei Partien. Nach dem Heimspiel gegen Theley geht es zum FC Freisen, zum Schluss kommt der Vorletzte Lautenbach ins Waldstadion.

„Viel fehlt ja nicht mehr zur Meisterschaft, deshalb werden die Hasborner richtig heiß auf das Derby sein“, ahnt Theleys Spielertrainer Andreas Oberhauser. Insgesamt elf Jahre, darunter drei Oberliga-Spielzeiten unter Trainer Gerd Warken, war der 29-Jährige für die Rot-Weißen am Ball – bis 2011. „Für mich ist das schon ein besonderes Spiel“, konstatiert Oberhauser.

 Mit 32 Zählern hat der auf Tabellenplatz zehn rangierende VfB nur fünf Punkte mehr als der Drittletzte Einöd-Ingweiler. „Vom Spielerischen her gesehen, ist Hasborn der Favorit, doch wenn wir viel Leidenschaft und Motivation auf den Platz bringen, können wir einen wichtigen Punkt holen“, sieht Oberhauser seine Mannschaft nicht chancenlos.

Was Theley Mut machen kann: Wenn Hasborn in der laufenden Saison mal gepatzt hat, geschah dies mehrfach gegen ein Team aus der unteren Tabellenregion. „Das ist in der Tat ärgerlich. Auch im Hinspiel gegen Theley haben wir 2:0 geführt und dann nur 2:2 gespielt“, erinnert sich Steffen Hoffmann.

Nach dem Abstieg der Rot-Weißen aus der Saarlandliga war der 24-Jährige einer der begehrtesten Kicker im Landkreis. Auch Oberligisten bekundeten ihr Interesse, doch der Hasborner blieb im Heimatdorf. „Ich hatte ja schon für eine weitere Saison zugesagt. Den Abstieg habe ich mit verbockt, deshalb war es der Anspruch vor der Saison, sofort wieder aufzusteigen“, sagt Hoffmann. Zudem passe die Rückkehr in die Saarlandliga perfekt zum Bau des neuen Sportplatzes.

90 spannende Minuten, davon geht Hoffmann aus, liegen am Samstag vor ihm. „Bei der 0:3-Niederlage in Lebach ist es für uns nicht gerade optimal gelaufen, doch wir werden uns steigern“, ist sich Hoffmann sicher. Den großen Vorteil im Endspurt zieht er daraus, dass sein Team alles in der eigenen Hand hat. „Besser geht es doch nicht“, meint er. Für ihn persönlich wäre es außerdem die erste Meisterschaft in seiner Laufbahn.

Bei eigenem Sieg und einem Punktverlust der zweitplatzierten SG Marpingen-Urexweiler beim Vierten SG Ballweiler (Anpfiff: 14.30 Uhr) könnte Hoffmann bereits an diesem Sonntag auf den Titelgewinn anstoßen.

„Für uns ist die Partie in Ballweiler ein Schlüsselspiel“, sagt Marpingens Trainer Oliver Braue. Unter der Woche ist nach dem 5:0-Sieg von Ballweiler über Schlusslicht SG Bostalsee aus dem Zwei- ein Dreikampf um Relegationsplatz zwei geworden. Denn die SG Ballweiler (52 Punkte) und der Dritte Lebach-Landsweiler (54 Punkte) sind auf Schlagdistanz zu Marpingen (55 Zähler) herangekommen.