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Fußball-Saarlandliga: Primstal an Ostermontag mit Heimspiel gegen Rastpfuhl

Fußball-Saarlandliga : Der Kapitän gibt sich kämpferisch

Saarlandligist VfL Primstal muss nach dem 0:6-Debakel in Homburg im Kellerduell am Montag gegen Rastpfuhl unbedingt siegen.

Der fußballerische 0:6-Totalschaden am vergangenen Spieltag in Homburg hat die Lage des VfL Primstal im Abstiegskampf der Fußball-Saarlandliga weiter verschärft. Am Ostermontag, 15 Uhr, steht im Heimspiel des Tabellen-13. (23 Punkte) gegen den Tabellen-15. FC Rastpfuhl (22 Punkte) das nächste Kellerduell an.

Doch hat der grauenvolle Auftritt von Homburg Spuren hinterlassen? Wie ist die Pleite, die bei Trainer Andreas Caryot eine gewisse Sprachlosigkeit verursacht hat, aufgearbeitet worden? „Am Montag haben wir sehr intensiv trainiert, womit uns der Trainer für kommende Aufgaben sensibilisieren wollte“, sagt Kapitän Marc Pesch. Auch in der Mittwochseinheit habe es keine Aussprache über die Homburg-Partie gegeben. „Wir wollten keine Worte mehr darüber verlieren“, erklärt Pesch – und die Antwort auf dem Platz geben.

Pesch stellt unumwunden klar, dass die Mannschaft in Homburg gut eingestellt ins Spiel gegangen sei. „Wir haben aber nichts aus unseren Fehlern gelernt. Nach dem 0:2 war kein Selbstvertrauen mehr da – und die Mannschaft hat sich ihrem Schicksal ergeben“, muss Pesch der Teamleistung ein miserables Zeugnis ausstellen. Der 27-Jährige lenkt deshalb seinen Blick schnell nach vorne: „Gegen Rastpfuhl stehen wir unter Druck und müssen unbedingt gewinnen. Wie, ist mir egal, Hauptsache gewinnen.“

Und dies, obwohl der zurückliegende Auftritt und auch das Verletzungspech nicht darauf hindeuten, dass der VfL eine Siegesserie starten kann. Denn auch personell wird die Luft immer dünner. Zum langzeitverletzten Karsten Rauber (Achillessehnen-Einriss) hat sich Angreifer Steffen Backes mit einem Bänder-Anriss im Fuß dazugesellt. Steffen Haupenthal, neben Pesch der zweite Anführer der Mannschaft, läuft letztmals in dieser Spielrunde auf. Laut Pesch muss sich der 26-jährige Innenverteidiger einer Zystenoperation unterziehen. „Das müssen wir jetzt auffangen. Wir werden eng zusammenrücken und den Zusammenhalt auf den Platz bringen“, sagt Pesch.

In der prekären Situation sieht sich der VfL-Rekordspieler, an dem sich die jüngeren Kicker orientieren, mehr denn je gefragt. Aber auch ihm ist die sportliche Schieflage anzumerken. „Ich habe immer versucht, alle Situationen spielerisch zu lösen, seit Beginn der Rückrunde dresche ich die Bälle oft einfach weg“, gibt Pesch zu. Deshalb könne er gut verstehen, dass bei den jüngeren Spielern im Abstiegskampf die Nerven flattern. Trotzdem ist er zuversichtlich: „Gegen Rastpfuhl müssen wir diszipliniert und geduldig bleiben, dann schaffen wir das.“