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Fußball-Saarlandliga: Hasborn plagen vor dem Start ein paar Sorgen

Fußball-Saarlandliga : Den SV Hasborn plagen vor dem Start ein paar Sorgen

Der Fußball-Saarlandligist war bislang eine der positiven Überraschungen der Liga. Doch derzeit gibt es ein paar Baustellen.

Geht der sensationelle Lauf von Fußball-Saarlandligist SV Hasborn auch im neuen Jahr weiter? Sieben Siege gelangen dem Aufsteiger zuletzt von Mitte Oktober bis zur Winterpause. Dadurch überwinterte der SV auf dem fünften Tabellenplatz. An diesem Samstag startet der SV nun um 15.30 Uhr zu Hause gegen den Drittletzten, den FV Schwalbach, in die restlichen Spiele der Rückrunde.

Ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten scheint – zumindest von der Tabellensituation – nur Formsache. Aber ganz so einfach ist es nicht: Denn wenn Trainer Pascal Bach auf die vergangenen Wochen zurückblickt, kommen ein paar Sorgenfalten in sein Gesicht. „Die aktuelle Vorbereitung war die schlechteste, die ich bislang erlebt habe“, analysiert der 38-Jährige. „Wir hatten viele Verletzte, konnten deshalb kaum etwas einstudieren und mussten sogar ein Vorbereitungsspiel gegen Röchling Völklingen absagen.“

Auch vor dem Spiel gegen Schwalbach hat sich das „Lazarett“ bei den Rot-Weißen kaum gelichtet. Mit Johannes Gemmel und Christian Lensch sind auch zwei Leistungsträger nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Offensivspieler Gemmel, der mit 18 Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste steht, hat eine Schambein-Entzündung. Ob er auflaufen kann, ist noch nicht absehbar. Kapitän Lensch machen muskuläre Probleme zu schaffen.

Neuzugang Nico Staub (kam von der SV Elversberg II) hat mit Knie- und Fußproblemen zu kämpfen. Innenverteidiger Nikolas Wilhelm muss sich einer Knie-Operation unterziehen. Mit Fundu Kamu (Meniskusriss) und Alexander Wegel (Knieprobleme) gibt es noch zwei weitere verletzte Defensiv-Akteure. „Wenn von diesen Akteuren am Samstag überhaupt einer spielen kann, wird es wohl Christian Lensch sein“, erklärt Bach.

Trotz des ausgedünnten Kaders hofft der Übungsleiter, der seinen Vertrag in der Winterpause verlängert hat, auf eine erfolgreiche Rückrunde: „Wir würden Platz fünf gerne verteidigen. Aufgrund der aktuellen Personalsituation ist die Lage aber nicht unkompliziert. Die erste Elf, die uns noch zur Verfügung steht, ist in der Lage, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen, aber die Breite, die man im Verlauf einer Saison braucht, fehlt uns im Moment.“

Stichwort Breite: Die fehlt dem Club – Stand jetzt – auch noch für die kommende Saison. Bereits im Winter haben Lukas Pabst (Spielertrainer SV Hüffler/Wahnwegen) und Torwart Pascal Blass (Spielertrainer SV Illingen) den Club verlassen. Nach der Runde werden weitere Akteure neue Herausforderungen suchen: Fundu Kamu wird sich dem Lokalrivalen VfB Theley anschließen, Tim Roob wird Co-Spielertrainer bei Landesligist SF Güdesweiler. Bereits zuvor hatte festgestanden, dass Steffen Lenhardt, Michael Rauber und Alexander Wegel im Sommer zu Landesligist SG Neunkirchen-Selbach wechseln und sich Stefan Schätzel dann der ebenfalls in der Landesliga spielenden SG Bostalsee anschließt (wir berichteten).

„Die Vielzahl der Abgänge macht uns schon ein wenig Sorgen“, gibt Hasborns Sportvorstand Tobias Scholl zu. „Wir hatten gehofft, dass der eine oder andere davon bleibt. Es wird nicht leicht, die Masse an Abgängen aufzufangen.“ Immerhin kann Scholl aber auch positive Nachrichten vermelden. „Die anderen Spieler haben fast alle verlängert.“ Dazu zählen die Ex-Profis Martin Dausch und Lensch sowie Torjäger Gemmel.

Aktuell steht bei Hasborn noch kein Neuzugang für die nächste Spielzeit fest. „Die Gespräche mit Kandidaten gehen jetzt in die heiße Phase“, verrät Scholl. „Wir suchen sowohl gestandene Spieler wie auch Akteure mit Perspektive. Mit jungen Neuzugängen wie Gian-Luca Forkel, Simon Graf oder Lukas Hasenfratz haben wir diese Saison ja gute Erfahrungen gemacht.“