Fußball-Regionalligist FC Homburg tritt am Montag beim FSV Frankfurt an

FC Homburg beim FSV Frankfurt : Luginger hat im Angriff die Qual der Wahl

Fußball-Regionalligist FC Homburg tritt an diesem Montagabend um 20.15 Uhr beim FSV Frankfurt an.

Eigentlich läuft es beim FC Homburg seit Wochen rund. Fünf Siege und ein Unentschieden hat der Tabellenvierte der Fußball-Regionalliga Südwest in den letzten sechs Spielen eingefahren. Nur der unangefochtene Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken hat in dieser Zeit eine ebenso gute Bilanz vorzuweisen.

Dass die Homburger Fans – übrigens ebenso wie Spieler und Trainer – trotzdem nicht wirklich zufrieden sind, liegt an den häufig fußballerisch eher dürftigen Vorstellungen, die die Grün-Weißen abgeliefert haben. „Es ist wichtig, dass wir das selbstkritisch sehen und uns nicht in die Tasche lügen“, räumt FCH-Trainer Jürgen Luginger die spielerischen Defizite seiner Mannschaft ein.

Jürgen Luginger, Trainer des Regionalligisten FC Homburg. Foto: maw/Martin Wittenmeier

Wenn der FCH an diesem Montagabend um 20.15 Uhr am Bornheimer Hang beim FSV Frankfurt antritt, wollen die Saarländer vor allem ihren „punktemäßig sehr guten Lauf weiterführen“, wie FCH-Angreifer Damjan Marceta sagt. Es geht aber auch darum, vor dem großen Publikum der live beim Sender Sport 1 übertragenen Partie eine überzeugende Darbietung abzuliefern. „Ich bin überzeugt, dass wir in Frankfurt auch spielerisch besser auftreten werden“, gibt sich der vor der Saison vom FC Gießen in die Saarpfalz gewechselte Stürmer optimistisch.

Ob Marceta beim FSV von Beginn an dabei sein wird, ist noch offen. Durch die Rückkehr von Patrick Lien­hard, der beim 2:1-Sieg gegen Rot-Weiß Koblenz gelbgesperrt fehlte und von Christopher Theisen im zentralen Mittelfeld ersetzt wurde, stehen mit Theisen (vier Tore), Marceta (drei) und Patrick Dulleck (drei) drei heiße Kandidaten für die beiden Sturmpositionen zur Verfügung. Dazu kommt Marcel Carl, der seit seinem Wechsel vom 1. FC Saarbrücken zum FCH im Sommer noch keinen Treffer verbuchen konnte und zuletzt komplett außen vor war. Nun ist es an Luginger, die optimale Formation im Sturmzentrum zu finden. „Ich bin froh, dass ich so eine Entscheidung treffen muss“, sagt der Trainer über die Möglichkeiten, die sich ihm bieten.

Eine ähnliche Konkurrenz gibt es zurzeit auch auf den offensiven Außenpositionen, wo die Position des am großen Zeh verletzten Thomas Steinherr vakant ist. Und auch in der Innenverteidigung könnte sich personell etwas tun, nachdem Kevin Maek seine Wadenprobleme überwunden hat und seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining steht. Angesichts des nicht immer stabilen Eindrucks, den die Homburger Defensive zuletzt vermittelte, scheint es nicht unwahrscheinlich, dass Maek seinen früheren Stammplatz schon wieder in Frankfurt zurückerobern wird.

Daniel di Gregorio muss sich dagegen noch gedulden. Dass er nach seinen Knieproblemen beim 1:0-Testspielsieg in der vergangenen Woche gegen den Zweitligisten SV Darmstadt 98 erstmals wieder über die volle Distanz auf dem Platz gestanden hat, wertet sein Trainer zwar als „wichtigen Schritt auf dem Weg zurück“. Luginger sagt aber auch, dass der zentrale Mittelfeldspieler „noch das ein oder andere Spiel braucht, bis er wieder bei 100 Prozent ist“. Der Verein hofft darauf, dass sich die Rückkehr di Gregorios, der seine Extraklasse als Taktgeber im Mittelfeld des FC Homburg schon öfter unter Beweis gestellt hat, nicht mehr allzu lange hinzieht.

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