Fußball-Regionalliga Südwest: FC Homburg nur 0:0 gegen FC Gießen

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Regionalliga Südwest : Ödes 0:0 sorgt für Schwermut beim FCH

Fußball-Regionalligist Homburg verpasst es, im Spiel gegen den FC Gießen Boden auf die Spitze gutzumachen.

Das letzte Heimspiel des FC Homburg vor der Winterpause gegen den FC Gießen hätte am Samstag neue Hoffnung in die Saarpfalz zurückbringen können. Durch die 0:1-Niederlage des 1. FC Saarbrücken beim TSV Steinbach Haiger hätte Homburg mit einem Sieg den Abstand auf den Spitzenreiter auf sieben Punkte verringern können. Doch wie sagt schon der Fußball-Volksmund: „Hätte, Hätte, Fahrradkette“. Denn statt neuen Schwung zu bringen, legte sich das öde 0:0 der Grün-Weißen gegen den Tabellen-15. bleischwer auf das grün-weiße Gemüt. „Wir sind natürlich enttäuscht. Aber wenn du es 90 Minuten lang nicht schaffst, ein Tor zu machen, musst du mit einem 0:0 leben“, kommentierte Jürgen Luginger die mehr als mäßige Partie.

Gießens Trainer Daniel Cimen, war dagegen „glücklich und zufrieden mit dem Unentschieden“ und fügte hinzu: „Wir haben den Punkt nicht unverdient mitgenommen.“ Dieser Aussage hätten wohl die meisten der 870 Zuschauer im Waldstadion zugestimmt. Zwar ging der Beitrag der Gäste zum Spiel kaum einmal über die Verteidigung des eigenen Tores hinaus. Doch dem FCH fiel kaum etwas ein, was den Gießener Abwehrblock hätte ernsthaft in Gefahr bringen können. „Es war schwierig für uns, weil Gießen sehr tief stand. Wir haben einfach keine Lösungen gefunden“, sagte Thomas Steinherr, der in der 64. Minute zusammen mit Jannik Sommer für Marcel Carl und den Ex-Gießener Damjan Marceta Platz machte. „Wir waren in der Box einfach nicht so präsent. Uns hat etwas der Esprit gefehlt“, beschrieb Luginger die Defizite der Hausherren.

Tatsächlich bleiben nur zwei echte Torchancen der Homburger im Gedächtnis. In der ersten Minute parierte Gießens Torwart Frederic Löhe einen Schuss von Stefano Maier ebenso wie in der 73. den Versuch von Kevin Maek. Die vielleicht gefährlichste Situation der Partie kreierten die Gäste, als Samir Benamar in der dritten Minute der Nachspielzeit plötzlich ziemlich allein vor dem Homburger Kasten auftauchte. Dass er den Ball viel zu früh und unplatziert am Tor vorbeischoss, passte zum schwachen Gesamteindruck der Regionalligapartie.

FCH-Vorstandschef Herbert Eder sagte: „Das war heute nicht unser Spiel. Aber das 0:0 ist auch kein Ergebnis, bei dem man alles negativ sehen muss.“ Wie das Ergebnis einzuordnen ist, liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters. Tatsache ist, dass sich das Führungstrio aus dem FCS, der SV Elversberg (1:0-Sieg gegen den SSV Ulm, zwei Punkte zurück) und Steinbach (vier Punkte zurück) enger zusammengeschoben hat, während sich zum FCH mit neun Punkten Abstand auf Platz eins eine Lücke auftut. „Klar gucken wir auch auf die Tabelle. Aber wir müssen zuerst einmal unsere Aufgaben machen“, sagt Maurice Neubauer, der wegen eines Nasenbeinbruchs mit einer Schutzmaske spielte. Auf die Frage, warum die eigenen Aufgaben des FCH am Samstag liegengeblieben sind, wusste der Außenverteidiger allerdings auch keine Antwort.