1. Sport
  2. Saar-Sport

Fußball-Oberliga: Elversberg ist zur Winterpause der beste Saar-Club

Fußball-Oberliga : Die Überflieger von der SV Elversberg II

In den beiden vergangenen Spielzeiten taten sich die Aufsteiger aus der Fußball-Saarlandliga in der Oberliga Rheinland-Pfalz sehr schwer: Sowohl der VfB Dillingen (Saison 18/19) wie auch der FV Eppelborn (17/18) stiegen jeweils als Tabellenletzter direkt wieder ab. Deutlich besser läuft es diese Saison für Neuling SV Elversberg II: Die Reserve des Regionalligisten liegt zur Winterpause sensationell auf Tabellenplatz vier.

„Wir sind natürlich super zufrieden und auch froh, dass das bislang so gut gelaufen ist“, erklärt SVE-Trainer Marco Emich strahlend.

Vor der Saison war sich der 46-Jährige noch nicht ganz sicher, wie schnell sein umstrukturiertes und blutjunges Team (elf der 13 Neuzugänge kamen aus der U 19) die Umstellung vom Jugend- zum Aktivenbereich, wo es vor allem körperlich deutlich härter zur Sache geht, bewältigen würde. Mittlerweile kann man sagen, dass seinem Team dies gut gelungen ist. „Es gab zwar hin- und wieder mal Rückschläge, aber das war einkalkuliert“, sagt Emich. Dabei denkt der Übungsleiter an die beiden einzigen Heimniederlagen gegen Hassia Bingen (0:2) und die TSG Pfeddersheim (0:4).

Bis auf wenige „Ausrutscher“ konnte der Aufsteiger aber zumeist überzeugen. Folge: Mit 34 Zählern ist Elversberg zur Winterpause der beste Saar-Club in der Liga. Zudem ist das Polster auf den ersten möglichen Abstiegsplatz mit 13 Zählern komfortabel. Der Ligaverbleib war das vor der Runde ausgegebene Ziel des Vereins.

Elversberg II liegt sogar nur vier Zähler hinter Spitzenreiter Schott Mainz. Dem Ligaprimus brachte der Aufsteiger diese Saison zwei seiner nur drei Saisonniederlagen bei. Das Hinspiel in Mainz gewann das junge Elversberger Team mit 3:1, im Rückspiel gab es einen 1:0-Erfolg.

Angesichts des geringen Abstands zur Spitze scheint sogar nicht ausgeschlossen, dass die SVE II im Titelrennen mitmischen kann. Von einem Sprung an die Spitze träumt beim Aufsteiger aber niemand. „Ich achte mehr auf den Abstand nach unten. Wir brauchen noch ein paar Siege für den Ligaverbleib“, sagt Emich. Selbst wenn die SVE II am Saisonende einen der beiden ersten Plätze belegen sollte, darf das Team aber nicht aufsteigen. Der Grund: Reserven von Regional- und Drittligisten dürfen maximal in der Oberliga spielen.

Dies ist für das diesjährige Aufstiegsrennen in der Oberliga angesichts der guten Platzierungen der SVE II und des 1. FC Kaiserslautern II (Zweiter) durchaus von Bedeutung. So dürfte – Stand jetzt – der Tabellendritte Eintracht Trier an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen, da auch Kaiserslautern II dorthin nicht aufsteigen darf.