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Fußball-EM 2020: Nur eine deutsche Stadt darf hoffen

Nyon/Köln. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat am Freitag das grundlegende Format für die erste dezentrale EM-Endrunde im Jahr 2020 bekannt gegeben. Mit der Austragung in 13 Stadien in 13 Ländern will Uefa-Präsident Michel Platini bei der EM 2020 für größtmögliche Breitenwirkung sorgen

Nyon/Köln. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat am Freitag das grundlegende Format für die erste dezentrale EM-Endrunde im Jahr 2020 bekannt gegeben. Mit der Austragung in 13 Stadien in 13 Ländern will Uefa-Präsident Michel Platini bei der EM 2020 für größtmögliche Breitenwirkung sorgen. Die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), mit mehr als einer Stadt am kontinentalen Fußballfest beteiligt zu sein, sind damit geplatzt. Großer Favorit auf EM-Spiele in der Bundesrepublik dürfte damit das Olympiastadion Berlin sein, gefolgt von München, Dortmund und Stuttgart."Wir wollen nicht nur eine Region einbeziehen, sondern ganz Europa", sagte Platini nach der Sitzung der Uefa-Exekutive im Verbandssitz in Nyon. Insgesamt geht es im Bewerbungsprozess um 13 Pakete: Zwölf Ausrichterstädte erhalten jeweils drei Gruppenspiele und ein K.o-Duell (Achtel- oder Viertelfinale), eine Stadt wird Schauplatz beider Halbfinals und des Endspiels. "Jeder der 53 Mitgliedsverbände darf zwei Bewerbungen abgeben, eine für die Gruppenspiele, eine für die Finalrunde. Nur eine darf aber Erfolg haben, so dass letztlich 13 Länder beteiligt sind", erklärte Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino. Als Favorit für die letzten drei Spiele gilt Istanbul, dies aber nur bei einer vergeblichen Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele im gleichen Jahr.


DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte dagegen zuletzt eher mit einer Bewerbung für die Gruppenphase geliebäugelt: "Denn wenn wir den Zuschlag für Halbfinale und Finale bekommen, würden wir als Gastgeber für die Vorrunde wegfallen. Unsere Mannschaft würde dann nur auswärts spielen", hatte Niersbach der Bild am Sonntag gesagt.

Bis Mai 2014 können die Bewerber aus den 53 nationalen Fußballverbänden ihre Dossiers abgeben, die Ausrichterstädte werden im September 2014 benannt. sid



Foto: di Nolfi/dpa