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Fußball-EM 2012: Italien will juristische Klärung

Fußball-EM 2012: Italien will juristische Klärung

Rom. Die italienische Regierung hält eine juristische Aufklärung der Bestechlichkeitsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-EM 2012 für angebracht. "Die Justiz muss gründlich ermitteln

Rom. Die italienische Regierung hält eine juristische Aufklärung der Bestechlichkeitsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-EM 2012 für angebracht. "Die Justiz muss gründlich ermitteln. Sollten dabei Straftaten zum Vorschein kommen, müssen sie auch strafrechtlich verfolgt werden", sagte der für den Sport zuständige Staatssekretär der italienischen Regierung, Rocco Crimi. Der ehemalige Schatzmeisters des zyprischen Fußballverbands Spyros Marangos behauptet, dass bei der Wahl des EM-Ausrichterlandes 2007 in Cardiff vier Uefa-Funktionäre mit hohen Geldbeträgen bestochen und EM-Kandidat Italien so betrogen worden sei.Die Abstimmung war überraschend mit 8:4 Stimmen für Polen und die Ukraine ausgegangen. Für den Fall, dass sich die Vorwürfe bewahrheiten und die EM 2012 Italien zugesprochen werde, sei das Land vorbereitet: "Sollte die Fußball-EM 2012 kommen, sind wir sowohl was die Stadien, als auch was die Sicherheit angeht, bereit", sagte Crimi.

Der ehemalige Schatzmeister des zyprischen Verbandes habe bis zum Mittwochabend keine Belege für seine Vorwürfe der Bestechlichkeit von Uefa-Exekutivmitgliedern geliefert, hieß es gestern aus Uefa-Kreisen. Damit habe er ein Ultimatum verpasst. Die Uefa will nun rechtliche Schritte gegen ihn einleiten. dpa