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Fußball: Die SG Wolfersweiler-Gimbweiler wird aufgelöst

Fußball : SG Wolfersweiler-Gimbweiler löst sich auf

Die „grenzübergreifende“ Zusammenarbeit zwischen den Fußballern des SV Wolfersweiler und dem SV Gimbweiler aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz endet: Die seit 2015 bestehende Spielgemeinschaft endet zum 1. Juli.

Die „Scheidung“ ist schon durch: Die seit fünf Jahren bestehende Spielgemeinschaft (SG) zwischen Wolfersweiler-Gimbweiler wird zum Saisonende aufgelöst. Dies bestätigt Wolfersweilers Abteilungsleiter Fußball, Torsten Morsch, auf SZ-Nachfrage. „Die entsprechenden Unterlagen wurden beim Verband schon eingereicht – und der hat dem Ganzen auch schon zugestimmt“, berichtet Morsch.

Der Grund für seinen Verein, die Zusammenarbeit mit dem Club aus dem rheinland-pfälzischen Nachbarort zu beenden? „Es hat nicht mehr so gepasst, dann muss man sich wie in einer Ehe halt Gedanken machen.“ Diese Gedanken mündeten jetzt in der Trennung. Aus Sicht des SV Wolfersweiler vor allem, weil der Partner nicht mehr allzu viel zu geben hatte. „Die Spieler der ersten Mannschaft kommen nahezu alle vom SV Wolfersweiler. Vom SV Gimbweiler kommen derzeit nur noch einige Akteure aus der zweiten Mannschaft“, verrät Morsch. „Am Anfang hat uns die SG etwas gebracht, mittlerweile ist das aber nicht mehr so.“

Da eine „einvernehmliche Trennung“ nach Ablauf von fünf Jahren Partnerschaft gemäß den Statuten des Saarländischen Fußball-Verbandes erlaubt ist, darf der SV Wolfersweiler kommende Saison den Platz der SG Wolfersweiler-Gimbweiler übernehmen. Stand jetzt würden die Wölfe dann in der Bezirksliga St. Wendel spielen. Allerdings ist die SG dort in der – aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen – Saison stark abstiegsgefährdet. Momentan ist Wolfersweiler-Gimbweiler Tabellenvorletzter.

Sollte noch einmal in der aktuellen Runde gespielt werden, hätte die SG zumindest aber noch gute Karten, die Abstiegsränge zu verlassen. Denn der Rückstand auf die SG Gronig-Oberthal, die auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz steht, beträgt gerade einmal drei Zähler.

Während die künftige Ligazugehörigkeit des SV Wolfersweiler noch nicht endgültig geklärt ist, steht schon fest, wer die Wölfe kommende Saison trainieren wird. Mit Wladislaw Sonntag hat einer der beiden aktuellen Spielertrainer der SG seinen Vertrag verlängert. „Wladislaw ist ein guter Fußballer und ein Typ, der gut mit dem Team umgehen kann. Er wird langfristig sicher ein guter Trainer werden“, sagt Morsch über den 26-Jährigen.

Der zweite aktuelle Spielertrainer der SG, Jurij Schewtschenko, wird dagegen kommende Saison nicht mehr an Bord sein. Der 28-Jährige wechselt im Sommer als Spielertrainer zum TuS Hoppstädten II.

Ursprünglich war Wolfersweiler-Gimbweiler sogar mit einem Spielertrainer-Trio in die aktuelle Spielzeit gegangen. Doch seit der Winterpause gehört der ehemalige Oberligaspieler Julian Scholler diesem nicht mehr an. Scholler und der Verein haben sich in beiderseitigem Einvernehmen getrennt. „Der Grund waren unterschiedliche Vorstellungen innerhalb des Trainerteams“, berichtet Morsch.

Dies bestätigt auch Scholler: „Es kam zu Differenzen, hauptsächlich darüber, wie man eine Mannschaft führt“, erklärt der 32-Jährige. „Wir sind aber im Guten auseinander gegangen. Aufgrund meiner privaten Situation hätte eine weitere Zusammenarbeit in dieser Konstellation keinen Sinn mehr ergeben“, ergänzt Scholler, der in der Schweiz arbeitet und lebt.