Fußball-Bezirksliga: SSV Oppen freut man sich über die Tabellenführung

Fußball-Bezirksliga : „Da ging es richtig hoch her“

Fußball-Bezirksligist SSV Oppen freut sich über die Tabellenführung.

(roq) Nach dem 7:1-Kantersieg gegen die SG Nalbach-Piesbach hat die Fußball-Bezirksliga Merzig-Wadern seit Sonntag einen neuen Tabellenführer: Die SSV Oppen nutzte den 4:4-Coup von Kellerkind SG Wadrill-Sitzerath II gegen den SCV Orscholz und entriss den Orscholzern die Tabellenführung.

„Nach dem Spiel herrschte gleich doppelte Freude bei uns. Zum einen haben wir in der ersten halben Stunde richtig tollen Fußball gespielt und da schon hochverdient mit 5:0 geführt. Zum zweiten ging es nach dem Spiel hoch her, als wir vom Orscholzer Unentschieden gehört haben“, schildert Oppens Sportlicher Leiter, Christian Beckinger, seine Gefühlslage. „Damit war klar, wir sind vorne. Das ist ein schönes Gefühl.“

Am kommenden Sonntag, 20. Oktober, (Anpfiff: 15 Uhr) muss der neue Primus reisen. Es geht zum Schlusslicht nach Scheiden-Mitlosheim. Dort treffen die beste Offensive und die schlechteste Abwehr der Liga aufeinander. „Dennoch werden wir den Gegner nicht unterschätzen, das wäre fatal“, warnt Beckinger vor jedweder Überheblichkeit.

Nicht so toll war unter der Woche die Stimmung beim SCV Orscholz. „Wir führen kurz vor Schluss mit zwei Toren und hätten klar gewinnen müssen – lassen uns dann aber noch einen Punkt abjagen“, grantelte SCV-Trainer Willy Bauer. „Noch viel mehr als das Unentschieden schmerzen die Verletzungen von Jonas Ternes und Lars Scheer, die uns die nächsten Wochen fehlen.“

Am Sonntag um 15 Uhr kommt es nun in Orscholz zum mit Spannung erwarteten Derby gegen den FSV Hilbringen. Das Duell ist ein Spiel auf Augenhöhe. Hilbringen, zuletzt 2:1-Sieger gegen Noswendel Wadern II, scheint so langsam in die Spur zu kommen, wie drei Siege in Serie zuletzt beweisen. „Wir wurden ja ein bisschen in die Favoriten-Rolle gedrängt, eine Sache, mit der wir uns so gar nicht anfreunden konnten. Wir haben nie mit der Meisterschaft kokettiert. Klar ist es aber schön, oben mitzuspielen“, sagt Hilbringens Trainer Helmut Hürter.

Nach dem 4:4-Coup gegen Orscholz gab Trainer Tobias Erfurt von der SG Wadrill-Sitzerath II bekannt, dass sich die SG und er am Ende der Saison trennen werden. „Nach fünf Jahren ist der Verein der Meinung, dass man etwas anderes machen wolle.“

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