Fußball am Wochenende

Fußball : Die dicken Brocken kommen erst noch

Wadrill und Sitzerath machen fußballmäßig seit zwei Jahren gemeinsame Sache. Erfolgreich, wie sich zum Beispiel in der Landesliga zeigt, wo die SG vorne dabei ist.

Seit zwei Jahren spielen Wadrill und Sitzerath in einer Spielgemeinschaft. Im ersten Jahr der Zusammenarbeit belegte man einen guten fünften Platz in der Fußball-Landesliga West. Auch jetzt ist die SG vorne dabei und will es auch am Ende der Saison sein.

Gleich drei aktive Mannschaften haben die Verantwortlichen zum Spielbetrieb angemeldet. Die erste Mannschaft agiert in der Landesliga, die Zweite spielt in der Bezirksliga Merzig-Wadern und die dritte Welle geht in der Kreisliga B Merzig-Wadern auf Punktejagd.

Die SG, die rund 350 Mitglieder zählt, verfügt auch über eine starke Jugendabteilung. Im unteren Bereich ist man selbstständig, ab der D-Jugend wird in der JSG Stadt Wadern gespielt. „Wir sind dort in jeder Altersklasse mit Jugendspielern vertreten“, berichtet Daniel Wagner, der Wadriller Kassierer.

Über den Kassenstand äußert sich der für die Finanzen verantwortliche Mann zufrieden, auch wenn im Moment größere Umbaumaßnahmen in Wadrill laufen. „Wir sind dabei unsere Umkleidekabinen neu zu bauen. Die alten Gebäude wurden abgerissen, jetzt erfolgt ein kompletter Neubau. Da wird die Vereinskasse noch bluten müssen“, lacht Wagner.

Bluten musste am vergangenen Sonntag auf der VfB Tünsdorf, denn der wurde von der SG Wadrill-Sitzerath mit 5:1 vom Platz gefegt. Nach 40 Minuten führte die Mannschaft von Trainer Thomas Warken bereits mit 4:0. Damit war bereits zur Pause die Partie entschieden. Mit den bisher erspielten 19 Punkten zeigt sich der Trainer, der lange Jahre beim VfL Primstal in der Saarlandliga spielte, zufrieden und geht kurz auf die beiden verlorenen Spiele ein: „Wir haben in Hostenbach verloren, da waren wir wirklich chancenlos. Die Sportfreunde sind für mich die Übermannschaft in der Liga. In Bous haben wir uns ganz schwach präsentiert und deshalb verdient den Kürzeren gezogen. Ansonsten liegen wir im Soll.“

Warken, der in der Landesliga auf einen 20-köpfigen Kader bauen kann, möchte nach der Winterpause einige Spieler aus der A-Jugend in den Aktiven-Bereich einbauen: „Das ist unser Weg, den wir gehen wollen.“ Mit dem Trainingsbesuch ist der Coach zufrieden: „Die Jungs sind trainingsfleißig, da besteht kein Grund zu meckern.“

Die nächsten Wochen werden für die SG zu den Wochen der Wahrheit: „Wir haben bislang noch nicht gegen viele Gegner aus dem oberen Drittel gespielt. Die Brocken kommen noch. Danach wird sich zeigen, wo der Weg hinführt“, ist sich Warken sicher.

Am Sonntag, 13. Oktober, um 16.45 Uhr kommt es zum Stadtderby gegen den SV Bardenbach. Die Truppe von Marc Dillenburger hängt unten fest, deshalb hat Warken eine klare Vorgabe an sein Team: „Wir wollen dort gewinnen, um oben dran zu bleiben.“

Gewinnen will sicherlich auch die im Aufwind segelnde SG Weiskirchen-Konfeld, die gegen den VfB Tünsdorf ran muss. Während Weiskirchen zuletzt dreimal siegte und in der Tabelle nach oben kletterte, musste der Aufsteiger in den letzten Partien erfahren, dass es in der Landesliga schwerer ist, Siege zu feiern. In den letzten drei Spielen konnte das Hahn-Team nichts Zählbares verbuchen.

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