| 20:41 Uhr

Champions League
Für Guardiola wird es ungemütlich

Pep Guardiola musste zwei bittere Pleiten in Serie verdauen.
Pep Guardiola musste zwei bittere Pleiten in Serie verdauen. FOTO: Richard Sellers / dpa
Manchester. Manchester City geht angeschlagen ins Champions-League-Spiel gegen Liverpool.

Vor dem zweiten Champions-League-Duell mit dem FC Liverpool heute Abend (20.45 Uhr) ist die Stimmung bei Manchester City angespannt. In Pep Guardiola brodelt es. Sein Team hätte als englischer Meister in das schwere Rückspiel gehen können. Ein solcher Motivationsschub hätte Man City nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel wohl auch gut getan. Doch stattdessen kassierte der Club am Samstag ausgerechnet gegen Lokalrivale Man United die zweite Liga-Pleite der Saison – wieder mit drei Gegentoren. Und Guardiola steht plötzlich unter Druck.


Das drohende Aus gegen Liverpool würde die Freude im Verein über die so gut wie sichere Meisterschaft empfindlich trüben, zumal sich Man City im Februar schon ungeplant aus dem FA-Cup verabschiedet hatte – und das auch noch gegen Drittligist Wigan Athletic. Der Gewinn des im Vergleich zum FA-Cup unbedeutenden Ligapokals war nur ein schwacher Trost. Ob der Meistertitel den City-Bossen jetzt reicht? Vermutlich genauso wenig wie dem Perfektionisten Guardiola.

„Jetzt müssen wir versuchen, tapfer genug zu sein, um aufzustehen und uns auf Dienstag zu konzentrieren“, sagte der 47-Jährige nach dem 2:3 gegen United. Die Hoffnung, doch noch das Halbfinale der Königsklasse zu erreichen, hat Guardiola nicht verloren. Doch wirklich optimistisch wirkt er nicht, eher unruhig und gestresst.

Dass Man City ins Halbfinale der Königsklasse einzieht, erwartet nach der bitteren Pleite gegen United kaum jemand. „Das könnte ernsthafte Auswirkungen für das Liverpool-Spiel haben“, hatte BBC-Kommentator Alan Green vermutet, als die Spieler mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen. City hatte in der zweiten Hälfte spektakulär eine Zwei-Tore-Führung verspielt. „Zur Halbzeit sah es noch so aus, als könnten sie gegen Liverpool eine Rückkehr schaffen“, sagte Green: „Jetzt nicht mehr.“